Der Deutsch-Türke will trotz Nasenbeinbruchs am Samstag unbedingt auflaufen.

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Ceyhan Pfeil stellt sich in den Dienst der Mannschaft.

Ceyhan Pfeil stellt sich in den Dienst der Mannschaft.

Wolff

Ceyhan Pfeil stellt sich in den Dienst der Mannschaft.

Düsseldorf. Wie es mit dem Karneval im Rheinland funktioniert, muss sich Giants-Trainer Murat Didin auch in seinem zweiten Jahr in Düsseldorf immer noch erklären lassen. Da grinst er nur und sagt: „Basketball ist ja auch ein bisschen Karneval-Spektakel, Stimmung, Musik und buntes Programm.“ Deshalb haben Verkleidete am Samstag auch freien Eintritt zum Zweitliga-Spiel gegen den BV Chemnitz (18.30 Uhr, Karl-Hohmann-Str.), möglicherweise gibt es sogar Freibier. Denn beste Stimmung auf den Rängen kann sein Team in jedem Fall gebrauchen.

Die Gäste aus Chemnitz sind Dritter, haben 13 Siege und acht Niederlagen auf dem Konto (Giants: 10:10), siegten in vier Begegnungen in Folge, zuletzt mit 71:65 gegen die Paderborn Baskets. Da können und wollen sich die Gastgeber keinen weiteren Ausrutscher erlauben, nach drei Pleiten in Serie soll wieder ein Sieg gefeiert werden. Doch die Vorzeichen stehen schlecht. Top-Spielmacher Aubrey Reese ist nach wie vor am Knie verletzt, soll erst Ende nächster Woche wieder mittrainieren.

Quadre Lollis und Philipp Friedel können noch nicht spielen

Die Rückkehr von Routinier Quadre Lollis verzögert sich, da er unter den Nachwirkungen der Cortison-Therapie gegen seine Rückenprobleme leidet. Auch Philipp Friedel (Kapselverletzung an der linken Hand) ist weiterhin nicht einsetzbar, als umso beachtlicher bewertet der Giants-Trainer daher die Bereitschaft von Ceyhan Pfeil. Der Deutsch-Türke, der vor kurzem erst von Cuxhaven nach Düsseldorf gewechselt war, wagt sich zwei Wochen nach seinem komplizierten Nasenbeinbruch wieder ins Geschehen. Der Aufbauspieler will mit Maske auflaufen. Didin überlässt Pfeil selbst die Entscheidung: „Wenn er sich wohl fühlt, soll er spielen, denn er ist neben Philipp Friedel nach der Verletzung von Aubrey Reese ein wichtiger Mann für uns.“

So würde Didin auch seine Verschiebe-Spiele im Kopf los, wie er jeweils die vorgeschriebenen zwei Deutschen sinnvoll auf die Positionen verteilt. Durch Pfeil hat er neben Marin Petric eine Alternative auf der Spielmacher-Position, dazu können Marc Liyanage, Max Brauer und Sadam Eco die deutsche Flagge auf dem Trikot ins Spiel bringen. Auf den anderen drei Positionen wird Didin dann mit seinen Internationalen um Patrick Flomo und Rait Keerles taktisch agieren, zumal sich die Zugänge gut eingefunden hätten, sagt er. Ganz fehlerfrei werde es wohl nicht laufen, „aber wir werden es durch 40 Minuten Kampfgeist wettmachen, damit wir das Spiel gewinnen können“.

Denker und Lenker der Chemnitzer ist Aufbauspieler Gary Johnson, der für knapp 17 Punkte im Schnitt zuständig ist. Stark unter den Körben sind Ty Shaw, Donald Lawson, Joleik Schaffrath und Alexander Rosentahl.

© WhatsBroadcast

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