Der 78:73-Erfolg gegen Bamberg bringt die Düsseldorfer zum Pokal-Finalturnier.

Brant Bailey (l.) beobachtet, wie sich Fred Peete den Ball schnappen will.
Brant Bailey (l.) beobachtet, wie sich Fred Peete den Ball schnappen will.

Brant Bailey (l.) beobachtet, wie sich Fred Peete den Ball schnappen will.

Hajo Lange

Brant Bailey (l.) beobachtet, wie sich Fred Peete den Ball schnappen will.

Düsseldorf. Extra motivieren musste Giants-Trainer Achim Kuczmann  am Mittwoch keinen seiner Akteure. Immerhin ging es für die Düsseldorfer Bundesliga-Basketballer gegen Bamberg um die Teilnahme am Endturnier um den BBL-Pokal in Hamburg (28. Febr./1. März), das die Giants durch das 78:73 (47:39) im Viertelfinale gegen Bamberg am Mittwoch erreichten. Das löste auch bei Kuczmann grenzenlosen Jubel aus: "Das war ein toller Kampf, jetzt wollen wir in Hamburg auch das Halbfinale überstehen."

An Motivation und Einsatz haperte es von Beginn an nicht. Am allerwenigsten bei Mannschaftskapitän Gordon Geib, der Anfang des zweiten Viertels erstmals nach dreimonatiger Verletzungspause wieder auflief. Mit jedem Schritt auf dem Parkett der Reisholzer Halle schüttelte der 25-Jährige den Frust ab, der sich seit seinem Unterarmbruch am 22. Oktober in Paderborn angestaut hatte.

Der Nationalspieler wechselte in eine Mannschaft ein, die schon mächtig Fahrt aufgenommen hatte gegen den Deutschen Meister von 2007. Angespornt von Pete Campbell, der nach nur 30 Sekunden aus der Distanz traf - ein Traumstart.

Eneut drehen die Giants einen klaren Rückstand in einen Sieg

Nach Campbells "Dreier" brannten die Gastgeber vor 2250 Zuschauern ein Feuerwerk in Richtung Bamberger Korb ab. Selbst der sonst eher fürs Grobe zuständige Logan Kosmalski platzierte schwere Würfe aus allen Lagen präzise durch die Reuse. Bambergs Trainer Chris Fleming war sauer: "Wir sind unglaublich arrogant und unbeteiligt aufgetreten." Daran änderte auch der Zwischenspurt der Gäste nichts.

So bröckelte im dritten Viertel der Vorsprung der Giants, weil die Bamberger dank des neuen Spielmachers Daniel Dickau die intensive Verteidigung immer öfter überwanden. Der Profi mit der Erfahrung aus über 300 Spielen in der nordamerikanischen Profi-Liga NBA (auch mit Dirk Nowitzki für die Dallas Mavericks) hatte vor der Pause noch zweimal den Schuh verloren, traf dann aber in wenigen Minuten viermal für drei Punkte.

Winters (10), Geib (9), Hendley (6), Peete (4), Carter (8), Bailey (14 Punkte/4 Rebounds), Lottich (12/8), Campbell (8/4), Kosmalski (7/4)

Schneider (2), Greene (6), Suput (6/5), Tadda, Newson (7), Garrett (17/5), Dickau (16/5), Rivera (8), Taylor (8), Wyrick (3)

Zuschauer: 2250 Wurfquote: Giants 27 v. 59 (46 %) - Bamberg 26 v. 58 (45 %) Rebounds: 33:30 Fouls: 18:21

Doch die Giants kamen - wieder einmal - in ein verloren geglaubtes Spiel zurück, holten einen Zehn-Punkte-Rückstand (61:71) auf und ließen die Träume vom Pokalsieg ins Grenzenlose wachsen.

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