Beim 62:88 bei Alba Berlin ist die Mannschaft von Achim Kuczmann überfordert. Koko Archibong ist mit 14 Punkten bester Korbschütze. Matthias Goddek zeigt wenig Respekt.

Berlin. Nach der so knappen wie unglücklichen Niederlage gegen Bamberg und vor den folgenden Aufgaben musste nicht nur Giants-Trainer Achim Kuczmann Böses schwanen. Zu Recht: Am Mittwoch Abend verlor der Basketball-Bundesligist mit 62:88 (21:51) beim Topfavoriten Berlin.

Das war zu befürchten, aber in der Deutlichkeit nicht unbedingt zu erwarten, obwohl in Brant Bailey (Leistenprobleme) ein wichtiger Spieler verletzt ausfiel und Marc Antonio Carter nach Magen-Darm-Erkrankung sichtlich geschwächt agierte.

"Wir waren nur bedingt anwesend. Berlin hat hochprozentig getroffen, immer die richtige Antwort auf unsere Verteidigung gehabt und seinerseits sehr gut verteidigt", so Kuczmann.

Berliner Verteidigung treibt Giants zur Verzweiflung

Von Beginn an zeigten die Gastgeber vor 7548 Zuschauern, wer Herr unter den Körben ist. In beeindruckender Manier sorgten die Berliner in der Offensive für Punkte und verteidigten ihren eigenen Korb in kompakter Formation, die fast alle Gästespieler zur Verzweiflung trieb. Abgesehen vielleicht von Matthias Goddek, der in der ersten Hälfte rotzfrech auftrat, es sofort von der Dreipunktelinie versuchte, sich auch vom ersten Fehlwurf nicht beirren ließ und den zweiten versenkte.

Doch Goddeks Aktionen waren nicht mehr als ein Strohfeuer der Gäste, die zur Pause mit 30 Punkten zurücklagen. Eine wahre Lehrstunde, eine andere Bezeichnung gab es dafür wohl kaum.

Berlin: Byars (7 Punkte/2 Rebounds), Hamann (5/3), Zwiener (0/1), Dojcin (8/3), Sekulic (14/4), Jenkins (16/2), Wright (3/1), Chubb (9/7), Bajramovic (12/3), Seifert (0/1), Faßler (2/0), McElroy (12/4)

Düsseldorf: Winters (2/3), Geib (3/1), T. Spöler (0/5), Archibong (14/2), B. Spöler (11/0), Carter (2/1), Walker (6/0), Whiting (0/2), Cox (11/2), Kosmalski (4/6), Goddek (9/2)

Alba Berlin 27 v. 51 (52,9%) - Giants 23 v. 57 (40,4%)

35:26

14:25

7548

Da konnten Giants-Routinier Koko Archibong auch die vielen Sympathiebekundungen durch die Zuschauer an alter Wirkungsstätte nicht wirklich trösten. Archibong hatte von 2006 bis 2007 das Trikot des Hauptstadt-Teams getragen. Seit dem Sommer ist er ein Gigant, hat mit 15,1 Punkten im Schnitt den besten Wert seiner Mannschaft.

Am Mittwoch kam er auf 14 Punkte und war damit auch in jenem Spiel an alter Wirkungsstätte erfolgreichster Korbjäger. Aber früh mit vier Fouls belastet, konnte auch Archibong nicht viel ausrichten, machte wie die anderen Stammspieler Platz für den Nachwuchs, Goddek und die Spöler-Zwillinge.

Wobei sich Ben Spöler mit elf Punkten sogar noch als zweitbester Werfer hervortat. Das entlockte Kuczmann schließlich ein kleines Lächeln: "Meine jungen Spieler haben das gezeigt, was mir bei den älteren Jungs über weite Phasen gefehlt hat."

Nach der dritten Niederlage folgt das West-Derby gegen Hagen

Das war es schließlich auch schon mit den positiven Aspekten eines desaströsen Abends, der mit der dritten Niederlage in Folge endete und Kuczmann für die kommenden Tage sicherlich noch mehr Böses schwanen lässt. Denn am Samstag (15 Uhr) kommt es zum schweren West-Derby beim Aufsteiger Phönix Hagen.

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