Das Team von Frank Zilles liegt zweimal zurück und gewinnt trotzdem mit 4:2 in Bösinghoven.

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Semir Purisevic und TuRUs Stürmer Miguel Lopez Torres kämpfen um den Ball.

Semir Purisevic und TuRUs Stürmer Miguel Lopez Torres kämpfen um den Ball.

Christof Wolff

Semir Purisevic und TuRUs Stürmer Miguel Lopez Torres kämpfen um den Ball.

Düsseldorf. Um die Moral der Oberliga-Fußballer der TuRU ist es weiterhin bestens bestellt. Auch wenn am Ende der Saison maximal noch die Vizemeisterschaft herausspringen kann, sind die Mannen von Frank Zilles gewillt, auch Widerstände zu überwinden.

Den besten Beweis dafür lieferten die Oberbilker gestern beim „Angstgegner“ TuS Bösinghoven ab. Auf dem ungeliebten Kunstrasen in Meerbusch geriet die TuRU nicht nur zweimal in Rückstand, sondern spielte nach einer Roten Karte für Kapitän Bernd Willems auch noch 40 Minuten lang mit einem Akteur weniger. Dennoch siegten die Gäste am Ende völlig verdient mit 4:2 (1:1) und festigten ihren zweiten Tabellenplatz hinter Spitzenreiter Uerdingen.

Der Schiedsrichter zieht sich mehrfach den Zorn der Gäste zu

Dass nach dem Schlusspfiff auch über Christof Kandel diskutiert wurde, sprach nicht unbedingt für die Leistung des Unparteiischen. Der hatte sich nach gut einer Viertelstunde erstmals den Unmut der bis dato überlegenen TuRU zugezogen, in dem er das aus abseitsverdächtiger Position erzielte 1:0 der Platzherren von Florian Witte gelten ließ (16.).

Die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem Freistoß von Bernd Willems war Miguel Lopez-Torres zur Stelle und traf zum Ausgleich (33.). Der spielerisch unterlegene TuS brauchte kurz nach der Pause erneut die Unterstützung des Schiedsrichters, um in Führung zu gehen.

Diesmal entschied Kandel nach einem Laufduell zwischen Bösinghovens Ex-Profi Bekim Kastrati und Bernd Willems, bei dem Erstgenannter zu Fall kam, auf Strafstoß für den TuS und „Rot“ für Willems (50.). Ex-TuRU-Kicker Aleksander Pranjes verwandelte zum 2:1 und bestärkte im Anschluss mit seinem provokanten und überflüssigen Torjubel die Verantwortlichen der TuRU, die sich vor wenigen Monaten dazu entschlossen hatten, auf die Dienste des guten Fußballers zu verzichten.

Frank Zilles

Trainer der TuRU: „Die Mannschaft hatte die Vorgabe, dieses Spiel zu gewinnen. Das hat sie auch in Unterzahl eindrucksvoll umgesetzt. Aleksandar Pranjes hat heute noch einmal einen Beweis dafür geliefert, warum wir nicht mehr mit ihm zusammen arbeiten wollten.“
 

Die Gäste antworteten auf Pranjes’ Provokation auf ihre Art. Sebastian Schweers traf vom Elfmeterpunkt aus zum 2:2 (55.). Dann folgte der große Auftritt von Max Dammer, der ein Solo zum 3:2 vollendete (73.). Den Schlusspunkt setzte Nikola Aleksic nach einem Missverständnis in der Defensive der Gastgeber (83.).

TuRU: Agen - Steinfort (43. Heuer), Dammer, Willems, Wigger, Nikolic (71. Duran), Schweers, Aleksic, Lopez-Torres (80. Zilles), Thederahn, Kandora;
Tore: 1:0 Witte (16.), 1:1 Lopez-Torres (33.), 2:1 Pranjes (50., FE), 2:2 Schweers (55., FE), 2:3 Dammer (73.), 2:4 Aleksic (83.).

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