Der Ex-Profi der Fortuna will mit der TuRU in die erste Hauptrunde des Wettbewerbs.

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Düsseldorf. Damit hatte Oliver Hampel bei seinem Wechsel zur TuRU bestimmt nicht gerechnet. Der 25-Jährige stieß vor dieser Saison mit der Erfahrung von fünf Drittliga- und 97 Regionalligaspielen zum Aufgebot des Fußball-Niederrheinligisten. Was sollte ihn da schon aufregendes erwarten?

Nun ist es aber möglich, dass Oliver Hampel womöglich doch noch ein neues Erfolgskapitel in seiner Karriere aufschlägt. Denn nach dem 3:1-Erfolg über Union Nettetal sind die Oberbilker nur noch zwei Siege von der Qualifikation für den DFB-Pokal entfernt. Nicht nur für die TuRU wäre das eine einmalige Geschichte.

Auch Hampel würde dann noch einmal Neuland betreten. In der Spielzeit 2004/2005 stand das damalige Talent des Hamburger HSV zwar im Kader für die Erstrundenpartie gegen Paderborn 07 (2:4, Anm. d. Red.). Doch Hampel durfte das von Robert Hoyzer verpfiffene Pokal-Aus des HSV nur von der Ersatzbank aus verfolgen.

Die Prioritäten für den Ex-Profi haben sich inzwischen verschoben

Gelingt tatsächlich der große Wurf und bleibt Hampel der TuRU auch über das Saisonende hinaus erhalten, würde der gebürtige Wolfener ganz sicher seine DFB-Pokalpremiere feiern können. Denn der ehemalige Fußballprofi ist aus dem Mittelfeld der Blau-Weißen mehr wegzudenken.

Der Ex-Fortune besticht durch Spielverständnis, sein enormes Laufpensum und einen sehr guten rechten Fuß. Denjenigen, die Hampel vorwerfen, die Spiele in der sechsten Liga nicht im Alleingang mit Toren zu entscheiden, entgegnet er: „Ich war schon immer ein Mannschaftsspieler.“

Der 19-fache deutsche Junioren-Nationalspieler weiß seine Fähigkeiten und Perspektiven bestens einzuschätzen. Zwar hätte Hampel seine vielversprechend begonnene, aber immer wieder von Verletzungen durchsetzte Karriere nach seinem Abschied aus Lotte im Sommer auch höherklassig fortsetzen können. Doch der sympathische Fußballer entschied sich für die TuRU.

„Das war eine Vernunftsentscheidung“, sagt Hampel, dem ein neuer Anlauf in einer Profiliga nach eigenem Bekunden „keine zusätzlichen Punkte“ eingebracht hätte. Der Fußball bleibt ihm zwar wichtig. Höheren Stellenwert genießt nun aber die Vorbereitung auf einen Job abseits des grünen Rasens.

„Besser ich fange jetzt damit an als erst mit 30 Jahren“, sagt Hampel. Nebenbei sollen aber natürlich noch ein paar Erfolge mit der TuRU her. „Wir wollen noch so viele Spiele wie möglich gewinnen, auch am Sonntag im Heimspiel gegen Jahn Hiesfeld. Dann sehen wir, was am Ende dabei herauskommt“, sagt Hampel.

© WhatsBroadcast

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