Nach dem 1:0 gegen Viersen sind die Oberbilker Tabellenführer. Zilles watscht Kritiker ab.

Marco Nikolic (M.) setzt sich gegen Patrick Scheulen und Mounir Ben Moussa durch.
Marco Nikolic (M.) setzt sich gegen Patrick Scheulen und Mounir Ben Moussa durch.

Marco Nikolic (M.) setzt sich gegen Patrick Scheulen und Mounir Ben Moussa durch.

Wolff

Marco Nikolic (M.) setzt sich gegen Patrick Scheulen und Mounir Ben Moussa durch.

Düsseldorf. Sie haben den vierten Sieg im vierten Saisonspiel eingefahren, sind dabei zum vierten Mal in Folge ohne Gegentor geblieben und haben nebenbei die alleinige Tabellenführung übernommen - dennoch war die Laune von Frank Zilles nach der Partie gegen den 1. FC Viersen im Keller.

Der Trainer des Fußball-Niederrheinligisten ließ nach dem hoch verdienten, aber mühevoll erarbeiteten 1:0 (0:0)-Erfolg seines Teams seinem Unmut freien Lauf. "Ich kann die andauernde Kritik an unserer Spielweise nicht mehr ertragen", redete sich Zilles in Rage. "Jeder sieht doch, dass die Mannschaft alles für den Erfolg tut und attraktiven Fußball spielen will. Wer das nicht erkennt, dem kann ich auch nicht helfen", schimpfte Zilles weiter.

Irgendwie konnte man den Trainer sogar verstehen. Denn an der Feuerbachstraße wird mittlerweile auf hohem Niveau genörgelt. Im Gegensatz zur an diesem Wochenende erneut strauchelnden Konkurrenz aus Ratingen und Uerdingen gewinnt die TuRU ihre Spiele.

Und den Willen, die Partie gegen eifrig verteidigende Viersener unbedingt gewinnen zu wollen, konnte man den Oberbilkern insbesondere nach der Pause nun wirklich nicht absprechen. Wenn auch nicht immer mit den klügsten Mitteln rannte die Zilles-Elf vehement auf das Gäste-Tor an und wurde für ihre Beharrlichkeit belohnt.

TuRUs Trainer traut seinem Torjäger Lopez-Torres 20 Saisontore zu

Nach einer Ecke von Sebastian Schweers überwand Dennis Homann den überragenden Viersener Schlussmann Thomas Gerdes mit einer Direktabnahme aus kurzer Distanz (79.). Dass ausgerechnet Linksverteidiger Homann die drei Punkte unter Dach und Fach brachte, war bezeichnend. Der Abwehrmann musste für seine glücklosen Vorderleute in die Bresche springen, die teils klarste Chancen liegen ließen.

Prostka - Steinfort, Willems, Kanodra, Homann - Nikolic (74. Jovic), Bork, Hampel, Schweers (90. Dammer), Duran - Lopez-Torres (88. Rentmeister)

1:0 (79.) Homann

Bernd Willems (Turus Abwehrchef): "Wir strapazieren unser Glück vorne im Moment zu sehr. Wir können uns nicht immer darauf verlassen, hinten zu Null zu spielen. In der zweiten Hälfte rutsche ich einmal aus und mein Gegenspieler schießt auf das Tor. Wenn wir da das 0:1 kriegen, kann es blöd für uns laufen."

Dass in diesem Zusammenhang auch der verhinderte Torjäger Miguel Lopez-Torres in den Fokus der Kritik rückte, brachte Frank Zilles ebenfalls auf die Palme: "Miguel hat in der letzten Saison 16 Treffer markiert, und er wird in dieser Spielzeit wieder 20 Tore machen. Aber man muss auch mit ihm Geduld haben."

Behält der Trainer Recht, muss sich die Konkurrenz in der Niederrheinliga warm anziehen. Denn schon jetzt ist die Bilanz der TuRU auf dem Papier beeindruckend. Trifft dann auch noch der Torjäger und wird Oliver Hampel noch besser in das Spiel integriert, dürfte auch Frank Zilles bald Siege genießen dürfen.

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