Yannick Salem Louniangou trifft dreimal und rettet in der letzten Minute den Punkt.

Oberliga
Markus Rychlik (links) setzt sich gegen einen Velberter Gegenspieler durch.

Markus Rychlik (links) setzt sich gegen einen Velberter Gegenspieler durch.

Christof Wolff

Markus Rychlik (links) setzt sich gegen einen Velberter Gegenspieler durch.

Velbert. Die TuRU hat am Sonntag Moral gezeigt. Gegen das Spitzenteam der Fußball-Oberliga SSVg Velbert glich sie nach einem zwischenzeitlichen 0:2 und 2:3 in der letzten Minute noch zum 3:3-Ausgleich aus. Spieler des Spiels war Yannick Salem Louniangou, der alle drei Treffer für den Gastgeber erzielte.

Die TuRU trat am Sonntag an der Feuerbachstraße von Beginn an hochkontriert auf. Die Mannschaft von Trainer Frank Zilles ließ Velbert nicht ins Spiel kommen, ein Klassenunterschied zwischen dem Aufstiegskandidaten und dem Gastgeber war nicht zu spüren. Und trotzdem stand es plötzlich 0:2. Massimo Mondello (29.) und Hüzeyfe Dogan (31.) zeigten bei ihrem Doppelschlag, wie eiskalt eine Top-Mannschaft sein kann.

Danach zeigte sich die TuRU geschockt und schleppte sich in die Pause. „Da waren wir angezählt, zum Glück haben wir uns in dieser Phase nicht noch ein Tor gefangen“, sagte Frank Zilles. Des Trainers Worte wirkten. Mit dem Mute der Verzweiflung kämpfte die TuRU jetzt um jeden Meter, verlangte Velbert alles ab und zeigte sich ebenfalls eiskalt vor dem Tor. Nach einem Velberter Ballverlust ging es ganz schnell. Burak Gencal legte von links präzise nach hinten, wo Yannick Salem Louniangou zum 1:2 abschloss (49.). Nur zwei Minuten später zeigte der Torschütze dann seine ganze Klasse. Nach einem Zuspiel reichte eine kurze Drehung, um sich Platz zu verschaffen. Danach zog Salem Louniangou direkt ab – und schon stand es 2:2.

In der letzten Minute fällt der Ausgleich durch einen Foulelfmeter

Fast hätte sich die TuRU um den Lohn der Arbeit gebracht. Ein langer Ball wurde nur ins Zentrum abgewehrt, Erhan Zent fackelte nicht und drosch den Ball aus 20 Metern zum Velberter 3:2 in den Winkel (59.). Nach Philipp Lehnerts (unberechtigter) Gelb-Roter Karte glaubten nur Wenige an die TuRU. Ein berechtigter Foulelfmeter brachte die Gastgeber zurück ins Spiel. Yannick Salem Louniangou zeigte in der letzten Minute keine Nerven und verwandelte zum verdienten 3:3 (90.)

TuRU: Nowicki – Ruzic, Ozan, Amoako, Duran – Ferati, Rychlik, Gencal, Lehnert, Dertwinkel, Louniangou; Tore: 0:1 Mondello (29.), Dogan (30.), 1:2, 2:2 Louniangou (49., 51.), 2:3 Zent (59.), 3:3 Louniangou (90., Foulelfmeter)

(Trainer der TuRU) zum dreimaligen Yannick Salem Louniangou: „Ich hoffe, der Knoten ist bei ihm jetzt geplatzt. Nach Anlaufschwierigkeiten hat er am Sonntag gezeigt, was er kann. Er muss aber nicht in jedem Spiel drei Tore machen. Die Bereitschaft, nach hinten zu arbeiten, war stark.“

© WhatsBroadcast

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