Beide Clubs könnten an ihre Platzierungen aus dem Vorjahr anknüpfen. Am Sonntag steht der Saisonauftakt an.

Patrick Dertwinkel (l.) und die TuRU gehen mit Personalsorgen in die neue Saison.
Patrick Dertwinkel (l.) und die TuRU gehen mit Personalsorgen in die neue Saison.

Patrick Dertwinkel (l.) und die TuRU gehen mit Personalsorgen in die neue Saison.

Auch beim SC West sind einige Spieler wie Angreifer Simon Deuß (r.) angeschlagen. Archiv

Wolff / homü, Bild 1 von 2

Patrick Dertwinkel (l.) und die TuRU gehen mit Personalsorgen in die neue Saison.

Düsseldorf. Nach dem Abstieg des TV Kalkum-Wittlaer verbleiben mit dem SC West und der TuRU noch zwei Fußball-Oberligisten. Wir beleuchten vor dem Saisonstart am Sonntag die Aussichten beider Clubs, die zum Auftakt auf den VfB Hilden (TuRU) beziehungsweise den VfB Homberg (SC West) treffen.

TuRU

Die Vorbereitung: Sie verlief durchwachsen, was aber nicht an den Testspielergebnissen festzumachen war. Gegen die beiden Regionalligisten Borussia Mönchengladbach II und TSG Sprockhövel gab es jeweils ein beachtliches Unentschieden. In der Generalprobe wurde am Dienstag der Oberliga-Absteiger 1. FC Mönchengladbach mit 3:0 geschlagen. Getrübt wurde die Vorbereitung von der hohen Anzahl an Langzeitverletzten. Trainer Frank Zilles konnte in den Testspielen kaum durchwechseln, so dass das Häuflein Aufrechter bereits stark belastet ist. Die Neuen: Es scheint, als habe sich die TuRU clever verstärkt. Vor allem in der Offensive heben Benjamin Schütz und Takehiro Kubo das Niveau noch einmal deutlich an. Mit Berkay Öz steht eine weitere torgefährliche Alternative zur Verfügung. Auch der junge Außenverteidiger Robin Beckers sammelte in der Vorbereitung Pluspunkte. Nicht neu, aber ein weiterer Gewinner der Vorbereitung ist Malte Boermans. In seinem zweiten Jahr an der Feuerbachstraße könnte der offensive Mittelfeldspieler endlich durchstarten. WZ-Prognose: Kommen die Langzeitverletzten bald zurück, dann kann die vor allem offensiv deutlich verstärkte TuRU den vierten Platz aus dem Vorjahr wiederholen. Für mehr dürfte der Kader in Abwehr und Mittelfeld nicht breit genug besetzt sein.

SC West

Die Vorbereitung: Marcus John hat die Vorbereitung dazu genutzt, seinem Team einen etwas modifizierten Spielstil zu verpassen. „Wir wollen unser Spiel insgesamt etwas weiter nach vorne verlagern und mehr Ballbesitz haben“, sagt der Trainer des SC West. Das klappte in Spielen wie gegen Fortunas U 19 (3:2) zeitweise schon ordentlich. Sorgen bereiten weiter die Leiste von Abwehrchef Tim Kosmala und der etwas dünn besetzte Angriff. Da Dennis Ordelheide noch einige Wochen ausfallen wird und auch Simon Deuß angeschlagen ist, muss John hier womöglich improvisieren. Die Neuen: Beim Versuch, das Team zu verstärken, hat sich Marcus John in diesem Sommer einige Körbe eingefangen. Vor allem die Suche nach einem treffsicheren Stürmer verlief bisher ergebnislos. Den einen oder anderen guten Fang machten die Oberkasseler aber dennoch. Fabio Forster entpuppte sich bisher als verlässliche Allzweckwaffe im Defensivverbund, der junge Canel Cetin als belebendes Element auf der rechten Seite. Der „Königstransfer“ ist zweifellos der aus Wattenscheid gekommene Christ Kasela Mbona. Das ohnehin schon gut besetzte defensive Mittelfeld wird durch ihn zum Prunkstück. WZ-Prognose: Große Sprünge darf man vom SC West im zweiten Oberligajahr nicht erwarten. Darauf spekuliert im Umfeld des Clubs aber auch niemand. Ein Platz im gesicherten Mittelfeld sollte für die John-Elf aber auch in dieser Saison wieder drin sein.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer