Die Oberbilker gewinnen verdient 2:0 gegen Viersen, die Oberkasseler ärgern sich über ein 2:3 gegen Solingen.

West-Torwart Dominique Clemens und Verteidiger Nico Schörnich schirmen den Ball ab.
West-Torwart Dominique Clemens und Verteidiger Nico Schörnich schirmen den Ball ab.

West-Torwart Dominique Clemens und Verteidiger Nico Schörnich schirmen den Ball ab.

Engin Kizilaslan (l.) kommt hier zwar zu spät, aber seine Turu siegte.

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West-Torwart Dominique Clemens und Verteidiger Nico Schörnich schirmen den Ball ab.

Düsseldorf. Michael Habermann hat es gewusst. "Ich habe immer gesagt, dass Vorbereitungs- und Meisterschaftsspiele zwei unterschiedliche Paar Schuhe sind", sagte der Trainer des Fußball-Niederrheinligisten Turu mit einer gewissen Genugtuung.

Nach zumeist dürftigen Leistungen in der Vorbereitung präsentierten sich die Oberbilker - wie von Habermann prophezeit - zum Rückrundenauftakt gegen den 1. FC Viersen über weite Strecken in ansprechender Form und siegten verdient mit 2:0 (1:0).

Während die Turu somit einen optimalen Start in das neue Spieljahr erwischte, ging der Auftakt für den Ligarivalen SCWest schief. Obwohl mit 1:0 in Führung liegend und mehr als eine halbe Stunde lang in Überzahl agierend, unterlag die Elf von Michael Kezmann auf eigenem Platz gegen den Spitzenreiter Union Solingen mit 2:3 (0:0).

In einem von Beginn an von vielen Nickeligkeiten geprägten Spiel lief für die Oberkasseler zunächst alles nach Plan. Der früh für Gengo Seta ins Spiel gebrachte Sebastian Schweers brachte die Platzherren vor 400 Zuschauern kurz nach dem Wiederanpfiff in Front (50.).

Kurz darauf verabschiedete sich der ebenfalls eingewechselte Solinger Patrick Hermann mit der Gelb-Roten Karte unter die Dusche (55.). Doch mit dem numerischen Übergewicht wusste der SC West wenig anzufangen. Stattdessen fanden die dezimierten Gäste immer besser ins Spiel und nach einer Stunde auch den Weg ins Tor.

Sven Kühnen, Co-Trainer des SCWest: "Wir sind einfach nicht clever genug."
Michael Habermann, Trainer der Turu, über den prächtig reagierenden Torhüter Kevin Rauhut: "Er war der Vater unseres Sieges."

Ein schöner Angriff über rechts leitete das 1:1 durch Torjäger Miguel Lopez-Torres ein (60.). Das Kezmann-Team verlor nun vollends den Faden. Nach einem Freistoß köpfte der Ex-Turu-Kicker Marc Sesterhenn zum 1:2 (65.) ein.

Solingen trifft, während Franciamore verletzt am Boden liegt

Danach folgte der größte von vielen Aufregern. Obwohl Salvatore Franciamore verletzt am Boden lag, spielten die Gäste einen Angriff zum 1:3 aus. "Das war höchst unsportlich", echauffierte sich Co-Trainer Sven Kühnen, der sich an der Seitenlinie noch mit seinem Solinger Kollegen Frank Zilles stritt. Der zweifelhafte Strafstoß, den der angeblich gefoulte Schweers zum 2:3 verwandelte (88.), kam zu spät.

Während beim SC West die Emotionen auch nach Spielschluss noch hochkochten, war bei der Turu Feierstimmung angesagt. In der Mitte der blau-weißen Jubeltraube stand Torhüter Kevin Rauhut, dessen größte Tat ein gehaltener Strafstoß von Marijan Mustac war (73.). Zu diesem Zeitpunkt führte die Turu durch einen von Samet Akarsu direkt verwandelten Freistoß mit 1:0 (6.) und agierte nach Rot für Viersens Goncalves (50.) mit einem Mann mehr.

Doch erst mit dem Schlusspfiff machte der kurz zuvor eingewechselte Rashid Mohya in seinem ersten Niederrheinliga-Spiel das 2:0 (90.). Die Turu versäumte es im ersten Abschnitt, vorentscheidend davon zu ziehen, geriet in personeller Überzahl aber ins Schwimmen.

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