Vereinsboss Schneider entschuldigt sich.

Düsseldorf. Die gute Nachricht kommt zuerst. Die Turu hat den Klassenerhalt in der Fußball-Niederrheinliga bereits zwei Spieltage vor Schluss gesichert. Über die Art und Weise, wie die Oberbilker ihr Saisonziel erreichten, sollte aber lieber der Mantel des Schweigens gehüllt werden. Bei der jämmerlichen 1:4 (0:2)-Pleite beim SC Kapellen präsentierten sich die Oberbilker eher als Ansammlung zerstrittener Solisten denn als eingeschworene Gemeinschaft. "Ich möchte mich bei allen für die Leistung unserer Mannschaft entschuldigen", sagte ein beschämter Vereinsboss Heinz Schneider nach dem Schlusspfiff.

Michael Habermann konnte sich vom Potenzial Kapellens überzeugen

Die Oberbilker ließen sich gegen ersatzgeschwächte Gastgeber sogar von einem A-Jugendlichen düpieren. Kapellens Johannes Meuter narrte die Turu-"Abwehr" nach Belieben. Der Youngster erzielte im Alleingang die verdiente 3:0-Führung für die Platzherren und bereitete das 4:1 durch Simon Fink (68.) mustergültig vor. Turus Noch-Trainer Michael Habermann, der in der kommenden Spielzeit in Kapellen an der Seitenlinie stehen wird, konnte sich vom Potenzial seines neuen Teams überzeugen, musste sich aber zugleich für seine jetzige Mannschaft schämen. Der Ehrentreffer resultierte aus einem Elfmetergeschenk (angebliches Foul an Aykut Ceker), das Engin Kizilaslan annahm (51.).

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