Wersten 04 hält das Spiel jedoch lange Zeit offen. Torjäger Lopez-Torres trifft beim 5:1 zweimal.

Turus Zugang Hasan Ramadani flankt vor Oehme Swan (Wersten) in den Strafraum.
Turus Zugang Hasan Ramadani flankt vor Oehme Swan (Wersten) in den Strafraum.

Turus Zugang Hasan Ramadani flankt vor Oehme Swan (Wersten) in den Strafraum.

Horstmüller

Turus Zugang Hasan Ramadani flankt vor Oehme Swan (Wersten) in den Strafraum.

Die Turu steht im Halbfinale des Fußball-Kreispokals. Am Samstag setzte sich der Niederrheinligist gegen den SV Wersten 04 standesgemäß mit 5:1 durch. Lange sah es jedoch alles andere als nach einem Kantersieg für die Turu aus. Auf erstaunlich guten Platzverhältnissen schickten beide Trainer ihre vermeintlich erste Elf auf den Kunstrasen. Bei der Turu begann mit Hasan Ramadani ein Winter-Zugang, auf Seiten der Gäste standen die beiden ehemaligen Oberbilker Samuel Sibilski und Patrick Scheulen in der Startformation.

Von Beginn an entwickelte sich eine muntere, schnelle Begegnung. Die Gastgeber nahmen das Zepter des Handelns in die Hand und hatten ein Plus an Ballbesitz, die gefährlichere Mannschaft war jedoch der SV Wersten 04. Die Turu erlaubte sich immer wieder frühe Ballverluste im Mittelfeld, die daraus resultierenden Konter spielte der Landesligist technisch ansprechend aus. So auch in der 16. Minute, als Christian Lindemann erst im letzten Moment von Turu-Torhüter Dennis Prostka gestoppt werden konnte. Zehn Minuten später stand dann Schiedsrichter Oliver Post im Mittelpunkt.

Nach einem Rempler an Lindemann im Strafraum hätte die Turu sich über einen Elfmeterpfiff nicht beschweren dürfen, Post ließ jedoch weiterspielen (23.). Die Gäste wurden nun immer selbstbewusster, vor allem Sibilski sorgte jetzt für Überraschungsmomente. Absolut verdient ging der SVW daher auch in Führung, wenngleich die Situation erst ein Missverständnis zwischen Turu-Innenverteidiger Markus Weiss und Torhüter Dennis Prostka gefährlich machte. Nach einer Flanke von Cevat Yazicilar stieg Weiss zum Kopfball hoch und erreichte den Ball vor dem aus seinem Tor stürzenden Prostka, Bülent Öztürk musste den Ball dann nur noch ins leere Tor köpfen (26.).

Nach 50 Minuten war das Spiel für den Gastgeber gelaufen

Die Freude der Werstener währte nur kurz. Zwei Minuten später schoss Cuma Eryilmaz als letzter Mann Sebastian Schweers an, sodass der schussgewaltige Turu-Mittelfeldmann alleine vor Torhüter Daniel Krause keine Probleme hatte, zum Ausgleich einzuschießen. Danach spielte Wersten noch einige Minuten gut mit, bis kurz vor der Halbzeit die Partie endgültig kippte. Erst köpfte Marc Sesterhenn nach einer Freistoßflanke von Schweers zur Führung ein (40.), dann markierte Miguel Lopez-Torres auch noch das 3:1 für die Turu (45.).

Spätestens nachdem Torjäger Lopez-Torres dann schnell nach dem Wechsel auch das 4:1 erzielt hatte (50.), war das Spiel gelaufen. Für Aufreger sorgten nur noch die Platzverweise der Werstener Abwehrakteure Christian Wunder (71., Rot/Meckern) und Marcel Korte (75., Gelb-Rot) sowie das 5:1 durch Daniel Rey-Alonso (90.). Die Turu scheint für das Spitzenspiel in der Niederrheinliga gegen den KFC Uerdingen gerüstet. Aber auch der SV Wersten 04 muss sich vor dem VfB Hilden im ersten Landesliga-Spiel nach der Winterpause nicht bange machen, kann er an die Leistung der ersten Hälfte anknüpfen.

Frank Zilles (Trainer Turu): "Es ist immer undankbar, gegen klassentiefere Mannschaften zu spielen. Du denkst, Du hast das Spiel im Sack. Anfangs haben wir uns schwer getan, am Ende haben wir die Pflicht souverän erfüllt." Frank Moeser (Trainer Wersten): "Die Schiedsrichterleistung war eine Frechheit, wir hätten zwei Elfmeter zugesprochen bekommen müssen. Am Anfang hatten wir reihenweise Chancen. Klar, wenn man gegen eine solche Mannschaft dann mit 1:3 in die Pause geht, wird´s schwer."

Turu: Prostka - Sesterhenn, Weiss, Willems, Duran - Rey-Alonso - Kizilaslan (46. Homann), Schweers (67. Yotla), Ramadani - Rentmeister (46. Bork), Lopez-Torres Wersten: Krause - Oehme, Wunder, Korte - Eryilmaz (67. Yasir), Martino, Lindemann, Yazicilar (67. Adomako) - Sibilski, Scheulen (72. Schmale) - Öztürk Tore: 0:1 Öztürk (26.), 1:1 Schweers (28.), 2:1 Sesterhenn (40.), 3:1, 4:1 Lopez-Torres (45., 50.), 5:1 Rey-Alonso (90.) Karten: Rot: Wunder (71.), Gelb-Rot: Korte (76.)

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