Mit einer guten Vorstellung und einem verdienten 3:1-Sieg gegen den WSV II verbessert sich das Zilles-Team auf Rang acht.

Niederrheinliga
Sebastian Schweers ist bei der TuRU wieder zurück. Der Spielmacher verliert allerdings hier den Ball gegen einen Wuppertaler.

Sebastian Schweers ist bei der TuRU wieder zurück. Der Spielmacher verliert allerdings hier den Ball gegen einen Wuppertaler.

Hajo Lange

Sebastian Schweers ist bei der TuRU wieder zurück. Der Spielmacher verliert allerdings hier den Ball gegen einen Wuppertaler.

Düsseldorf. Peter Radojewski wählte harte Worte, um die Leistung seines Teams zu beschreiben. „Zwischendurch musste man sich schämen für das, was wir hier abgeliefert haben“, sagte der Trainer der zweiten Mannschaft des Wuppertaler SV nach Spielschluss.

Der verdiente 3:1 (2:0)-Heimsieg der TuRU war allerdings nicht nur auf eine schwache Gästemannschaft zurückzuführen. Die wiedererstarkten Oberbilker sorgten mit einer insbesondere in der ersten halben Stunde ansehnlichen Vorstellung für den Erfolg.

„Wenn wir diese Leistung stabilisieren können, ist mit uns wieder zu rechnen“, sagte ein rundum zufriedener Frank Zilles. TuRUs Trainer hatte zwar auf den am Rücken verletzten Oliver Hampel verzichten müssen. Doch dessen Vertreter in der Mittelfeld-Zentrale fügte sich gleich nahtlos ein. Mit einem platzierten Linksschuss war Yannic Intven schnell zum 1:0 zur Stelle (9.).

Das Mittelfeld war das Prunkstück im Team der TuRU

Überhaupt war das Mittelfeld der TuRU am Sonntag das Prunkstück auf dem Spielfeld. Stephan Bork glänzte vor der Abwehr mit Übersicht und genauen langen Pässen. Und davor ließ Athanasios Tsourakis gerade zu Beginn sein Können aufblitzen.

Der Grieche war auch Ausgangspunkt des zweiten Tores. Schiedsrichter Jonas Höhn bewies Weitsicht, als er das Spiel trotz eines rotwürdigen Fouls von WSV-Keeper Kevin Rauhut am durchgelaufenen Tsourakis weiterlaufen ließ. Der immer stärker werdende Marco Nikolic nutzte diesen Vorteil und schoss zum bereits vorentscheidenden 2:0 ein (15.).

Agen – Steinfort, Willems, Kandora, Rey – Bork, Intven – Nikolic (89. Homann), Tsourakis (54. Schweers), Thederahn – Lopez-Torres (90. Rentmeister)

 

1:0 (9.) Intven, 2:0, 3:0 (15., 60.) Nikolic, 3:1 (69.) Alpay

 

Frank Zilles, Trainer der TuRU: „Unsere Strategie war heute entscheidend. Wir wollten den WSV kommen lassen, um dann mit unseren schnellen Leuten die Räume zu nutzen. Das ist über weite Strecken gut gelungen. Nach dem 3:0 waren wir zu satt und nicht mehr konzentriert genug. Das Gegentor dürfen wir nicht kassieren.“

 

Als sich Tsourakis dann nach rund einer halben Stunde eine Auszeit nahm, verflachte auch das Spiel der TuRU. Doch bis auf einen Schuss von Murat Gümüstas, den Sven Steinfort blockte (34.), brachten die Gäste offensiv wenig zustande. Das änderte sich erst, nachdem erneut Nikolic aus kurzer Distanz auf 3:0 erhöht hatte (60.).

Nach dem Zurückschalten fällt doch noch das Gegentor durch die Gäste

Die TuRU schaltete nun einen Gang zurück und kassierte durch einen Kopfballtreffer von Samet Alpay nach einem Freistoß prompt das Anschlusstor (69.). Mehr ließ die TuRU, bei der Sebastian Schweers nach mehrwöchiger Verletzungspause im zweiten Abschnitt sein Comeback feierte, aber nicht mehr zu. Mit dem zweiten Sieg in Folge kletterte die Elf von Frank Zilles auf den achten Tabellenplatz in der Niederrheinliga.

© WhatsBroadcast

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