Verein hofft auf Tabellenplatz im gesicherten Mittelfeld.

Düsseldorf. Selten wartete ein Verein wohl so sehnsüchtig auf einen neuen Fußballplatz, wie es der Rather SV nun schon seit Jahren tut. Spätestens zum Beginn der Spielzeit 2011/2012 kann der Bezirksligist wohl seine Heimspiele auf einem neuen Kunstrasenplatz austragen. Derzeit wird am Rather Waldstadion eine neue Halle gebaut, danach soll der veraltete Ascheplatz dem modernen Untergrund weichen. Als einer von ganz wenigen Clubs in Düsseldorf überhaupt muss der RSV noch auf einem Ascheplatz trainieren und spielen. Und genau dort sieht der Erste Vorsitzende des Traditionsvereins, Georg Seidel, den Grund allen Übels: "Ohne einen guten Unterbau ist es ein großer Kraftakt, eine Seniorenmannschaft zusammenzustellen, die in der Bezirksliga besteht. Die jungen Spieler müssen wir von anderen Vereinen verpflichten, weil wir keine A- und B-Jugendteams stellen. In den jüngeren Altersklassen spielen immerhin sieben Teams für den RSV, ab der B-Jugend finden sich jedoch kaum noch Kicker, die auf einem Ascheplatz spielen wollen." Dementsprechend große Hoffnungen setzt Seidel in die neue Anlage: "Wenn hier einmal alles fertig ist, haben wir ein richtiges Schmuckkästchen. Bis dahin müssen wir irgendwie versuchen, dass der Verein weiterlebt." In der Tat musste man am Ende der vergangenen Saison Angst haben um die Zukunft der Bezirksligamannschaft des Rather Spielvereins. Die besten Akteure verließen den RSV, Zugänge konnten lange nicht präsentiert werden. Doch nach 14 Spielen scheint es, als hätten es die Verantwortlichen - Seidel, Sportobmann Rafael Welt und Urgestein Manfred "Freddi" Keusen - doch mal wieder geschafft, eine konkurrenzfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Zwar belegt der RSV nur den 13. Tabellenplatz, doch die derzeitige Tendenz lässt hoffen. Aus den letzten vier Spielen sammelte der RSV acht Punkte - mehr, als in den ersten zehn Spielen zusammen. Georg Seidel ist sich sicher, dass der Aufwärtstrend kein Zufall ist: "Die Mannschaft ist nicht so schwach, wie es der Tabellenplatz aussagt. Wir haben teilweise viel Pech gehabt und oft auch unsere Chancen nicht genutzt. Vorstand Seidel blickt optimistisch in die Zukunft: "Wir wären sehr zufrieden, wenn wir am Ende im gesicherten Mittelfeld der Tabelle landen."

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