Fortunas Damen-Handball spüren die Rückendeckung durch die Clubführung. Der ungeschlagene Oberligist visiert den Aufstieg an.

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Klaus Allnoch hofft auf den Aufstieg der Fortuna-Frauen in die 3. Liga. F.: Fortuna

Klaus Allnoch hofft auf den Aufstieg der Fortuna-Frauen in die 3. Liga. F.: Fortuna

Klaus Allnoch hofft auf den Aufstieg der Fortuna-Frauen in die 3. Liga. F.: Fortuna

Düsseldorf. Für die Handballerinnen von Fortuna Düsseldorf war 2014 ein unglaublich erfolgreiches Jahr. Nachdem man im zweiten Oberligajahr die Relegationsspiele gegen Bayer Leverkusen II erreichte, den Aufstieg in die 3. Liga allerdings verpasste, führt man nun erneut die Oberliga-Tabelle an – mit sensationellen 28:0 Punkten. Wir sprachen mit Klaus Allnoch, dem Torwarttrainer und stellvertretenden Abteilungsleiter Handball der Fortuna, über das vergangene Jahr und er wagte einen Ausblick.

Herr Allnoch, das Jahr 2014 war für die Handballerinnen von Fortuna ein fantastisches Jahr. Wie fällt Ihre persönliche Bilanz aus?

Klaus Allnoch: Es war ein wirklich sehr gelungenes Jahr für uns. Wir konnten vor allem die Kontakte zum Gesamtverein intensivieren, beim letzten Heimspiel gegen ETuS Wedau war der Vorstandsvorsitzende Dirk Kall zu Gast bei uns und nach dem Spiel bei unserer Mannschaft in der Kabine.

Nach dem Erreichen der Relegationsspiele gegen Bayer Leverkusen II konnte man sich noch einmal verstärken und steht mit nunmehr 28:0 Punkten an der Tabellenspitze. Wie erklären Sie sich dieses großartige Abschneiden Ihrer Mannschaft?

Allnoch: Die Mannschaft ist nach der erfolgreichen Spielzeit 2013/2014 soweit zusammen geblieben. Wir konnten das Team noch einmal punktuell verstärken und sind durch Spielerinnen wie Britta Borchert oder auch Kira Eickerling vielfältiger geworden.

14 Spiele stehen im neuen Jahr noch an, die Zielsetzung kann nur Platz 1 und der damit verbundenen Teilnahme an den Aufstiegsspielen gegen den Mittelrheinmeister und dem Meister aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland sein . . .

Allnoch: Das muss natürlich unser Ziel sein, keine Frage. Das wir uns mit den Meistern vom Mittelrhein und aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland messen müssen, ist einfach eine Tatsache. Aber eins ist auch klar. Noch haben wir das nicht erreicht, und deshalb ist dieses Thema für Trainerin Heike Stanowski und mich absolut tabu.

600 Zuschauer wollten damals die Relegationsspiele gegen Bayer Leverkusen II live in der Graf-Recke-Halle verfolgen. In dieser Spielzeit wurden die Heimspiele meist von nicht mehr als 50 Zuschauern besucht. Wie will der Verein mehr Zuschauer in die Halle locken?

Allnoch: Daran arbeiten wir sehr intensiv, aber dieses Thema benötigt auch Zeit. Wir sind auf der Webseite des Gesamtvereines ebenso wie im Stadionheft der Fußballer präsent. Es benötigt harte Arbeit, um dauerhaft Zuschauer zu gewinnen.

„Vom Hauptverein haben wir Grünes Licht für die 3. Liga.“

Die Integration von jüngeren Talenten gestaltet sich bei Fortuna Düsseldorf schwieriger. Kann Fortuna nur mit gestandenen Spielerinnen erfolgreich arbeiten?

Allnoch: Dies ist schwierig zu beurteilen. Gerade bei Vivien Gosch und Nicole Walter hätte ich mir gewünscht, dass die beiden mehr Geduld gehabt hätten. Aber natürlich kann ich beide auch verstehen, dass sie spielen wollen.

Trotz des Erfolges gibt es in der Oberliga immer wieder Unverständnis für die zwar erfolgreiche, aber spielerisch nicht glänzende Spielweise von Fortuna Düsseldorf. Wie gehen Sie damit um?

Allnoch: Sicherlich reicht es im Moment für die Oberliga, aber wir schauen natürlich auch über den Tellerrand. Klar, wir müssen auch spielerisch noch zulegen. Sollten wir den Aufstieg in die 3. Liga realisieren, werden wir sicherlich nicht die Spielerinnen, die dies geschafft haben, wegschicken. Aber Veränderungen wird es hier sicher auch geben müssen.

Fortuna möchte in die 3. Liga aufsteigen. Wäre das Umfeld (Sponsorensuche- und betreuung, Spieltagsorganisation etc.) für diesen Schritt bereit, und was müsste sich ändern, um konkurrenzfähig zu sein?

Allnoch: Vom Hauptverein haben wir Grünes Licht für die 3. Liga bekommen. Sicherlich werden wir von dort auch einiges an Unterstützung bekommen, wenn wir dies realisieren können. Aber wir werden in den nächsten Wochen auch damit beginnen, die Strukturen entsprechend auf breitere Schultern aufzubauen. Aus den Spielen gegen Leverkusen II haben wir im Sommer einiges gelernt, und wir wollen auch hier vorbereitet sein.

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