Gestern stand der Laktattest an. Heute beginnt das Trainingslager in Marbella.

Fußball
Rouwen Hennings (v.) und seine Mitspieler nahmen gestern Nachmittag in der Leichtathletik-Halle wieder die Arbeit auf.

Rouwen Hennings (v.) und seine Mitspieler nahmen gestern Nachmittag in der Leichtathletik-Halle wieder die Arbeit auf.

Christof Wolff

Rouwen Hennings (v.) und seine Mitspieler nahmen gestern Nachmittag in der Leichtathletik-Halle wieder die Arbeit auf.

17 Tage hatten die Profis von Fortuna Düsseldorf frei. Akkus aufladen, Weihnachten feiern, den vom Trainerteam mit auf den Weg gegebenen, individuellen Trainingsplan einhalten. Gestern trafen sich die Spieler des Tabellenführers der 2. Fußball-Bundesliga in der Leichtathletikhalle am Arena-Sportpark wieder. Zum Trainingsauftakt mit dem üblichen Laktattest, der die Vorbereitung auf die verbleibenden 16 Pflichtspiele einläutet, an deren Ende der Aufstieg in die Bundesliga stehen könnte.

„Wenn Weihnachten vorbei ist, kribbelt es wieder ein bisschen und du möchtest auch loslegen. Zwei Wochen reichen aus, um sich zu erholen“, sagt Rouwen Hennings. Der Stürmer gehörte in seiner Gruppe zu denen, die auf der Laufbahn gestern immer wieder vorne weg liefen. „Wir bekommen ja immer ein paar Hausaufgaben mit. Die hat auch jeder gemacht“, fasste Hennings die erste Einheit des neuen Jahres zusammen. Negative Ausreißer, schlapp wirkende Fortuna-Spieler? Fehlanzeige! Auch Trainer Friedhelm Funkel machte während seinen Beobachtungen einen zufriedenen Eindruck.

Hennings und Co. kamen beim Weihnachtsessen nicht zu kurz

Trotz kurzer Urlaubsphase mit individuellen Trainingsplänen haben die Spieler des „Wintermeisters“ die zweieinhalb Wochen auch dazu genutzt, um neue Kräfte zu sammeln. Zünftige Weihnachtsessen und das eine oder andere Plätzchen gehörten dabei in jedem Fall dazu. „Auch wir Fußballer können die Tage rund um Weihnachten mal genießen. Das ist in diesem Geschäft, in dem man auch viel um die Ohren bekommt, auch mal ganz angenehm“, sagt Hennings. Und Kapitän Oliver Fink ergänzt: „Natürlich trinkst du mal ein Glas Wein oder packst beim Dessert noch einmal zu. Aber jeder von uns ist Sportler genug, dass er nicht einfach die Füße still hält während der Pause.“

Runde um Runde drehen sowie die Blutabnahmen am Ohrläppchen gehören trotz aller Vorfreude darüber, dass es wieder losgeht, nicht zu den besten Aspekten einer Vorbereitung. „Diesem Tag fiebert man nicht unbedingt total entgegen“, gibt Hennings zu. „In Marbella wird es wieder spaßiger, wenn der Ball wieder dazu kommt.“

Das ist ab heute der Fall, wenn der Fortuna-Tross eine Woche lang unter der spanischen Sonne konditionelle und taktische Grundlagen legen möchte. An der Costa del Sol bestreitet das Funkel-Team auch zwei Testspiele. Am Samstag, 6. Januar, geht es mit Borussia Dortmund gegen den Tabellendritten der Bundesliga, drei Tage später (9. Januar) trifft die Fortuna auf den belgischen Spitzenclub Standard Lüttich, ehe es am Mittwoch, 24. Januar, mit dem Heimspiel gegen Aue in der 2. Bundesliga wieder um Punkte geht.

Punkte für den Aufstieg? Da geben sich sowohl Rouwen Hennings als auch Oliver Fink weiterhin gewohnt zurückhaltend. „In erster Linie bereiten wir die kommenden zweieinhalb Wochen auf das Spiel gegen Aue vor. Alles andere wird man sehen“, sagt Hennings. Gelingt der Fortuna ein guter Start ins neue Fußballjahr wird „Platz eins bis sechs“ irgendwann nicht mehr zu verkaufen sein. Jetzt liegt der Fokus auf einer erfolgreichen Vorbereitung – und die beinhaltet ab heute auch wieder die Arbeit mit dem Ball.

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