Doch am Ende steht nach einer ansprechenden Leistung wieder eine unnötige 1:3-Niederlage gegen Razgrad aus Bulgarien.

Trainingslager
Ihlas Bebou, einer der besten Fortunen im Spiel gegen Razgrad, scheitert am bulgarischen Schlussmann.

Ihlas Bebou, einer der besten Fortunen im Spiel gegen Razgrad, scheitert am bulgarischen Schlussmann.

Christof Wolff

Ihlas Bebou, einer der besten Fortunen im Spiel gegen Razgrad, scheitert am bulgarischen Schlussmann.

Düsseldorf. Das Testspiel der Fortuna gegen PFC Ludogorets Razgrad war ein Spiegelbild der bislang so enttäuschend verlaufenden Saison des Viertletzten der 2. Liga. Die Mannschaft von Marco Kurz unterliegt in der ersten Partie im Trainingslager in der Südtürkei dem bulgarischen Meister mit 1:3 (0:1). Vieles erinnerte dabei an die Spiele der Rot-Weißen in der Hinrunde, in der sie regelmäßig trotz guter Leistungen leer ausgegangen waren. Und so war es auch diesmal: Die Fortunen zeigten ansprechenden Fußball, sie ließen aber ihre großen Einschussmöglichkeiten ungenutzt und leisteten sich in der Abwehr grobe individuelle Fehler. Und so sagte Trainer Marco Kurz unmittelbar nach Spielende: „Wir haben uns zwar gesteigert und gegen einen guten Gegner viele Chancen herausgespielt, aber ich kann nicht zufrieden sein, wenn wir trotzdem verlieren.“

Die Düsseldorfer waren gegenüber der 0:2-Blamage im Test gegen den Drittligisten Preussen Münster vor fünf Tagen nicht wiederzuerkennen: Sie ließen den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen, spielten zügig nach vorne und beherrschten den Erstligisten fast nach Belieben. Lediglich mit dem Toreschießen haperte er, da waren sie dem Gegner unterlegen. Denn während die Düsseldorfer dreimal alleine auf den gegnerischen Kasten zuliefen (Bebou, Sararer und Demirbay) und zudem einen indirekten Freistoß im bulgarischen Strafraum zugesprochen bekamen und daraus nichts Zählbares produzierten, nutzte der Gegner seine erste Möglichkeit des ersten Durchganges zur 1:0-Führung (35.).

In der Schlussminute gelingt Pohjanpalo das 1:3

Tatkräftig unterstützt wurde er dabei von Fortuna-Keeper Lars Unnerstall, der dem bulgarischen Stürmer Claudiu Keseru den Ball in die Füße spielte. Kurz vor der Pause machte der Tormann seinen Fehler aber wieder gut, als er dem frei auf ihn zulaufenden Keseru in höchster Not den Ball vom Fuß angelte und einen 0:2-Rückstand verhinderte. Gegen die mit Haken und Ösen spielenden, körperlich sehr robusten Bulgaren gefielen besonders die agilen Kerem Demirbay sowie die Sechser Christopher Avevor und Christian Gartner.

Mit Wiederbeginn tauschte Kurz bis auf Unnerstall die komplette Mannschaft. Er brachte Julian Koch dabei als Rechtsverteidiger und ließ Kevin Akpoguma, der sonst auf der rechten Seite der Vierer-Abwehrkette zu Hause war, in der Innenverteidigung auflaufen. Den Part im defensiven Mittelfeld übernahmen Adam Bodzek und Oliver Fink, denen anzumerken war, dass sie so noch nicht zusammengespielt hatten.

Fortuna war nun nicht mehr so dominant und kassierte das 0:2 nach einer schönen Kombination des Gegners (65.). Der dritte Gegentreffer fiel nach einem erneuten individuellen Fehler: Unnerstall und Emmanuel Iyoha vertändelten das Spielgerät im eigenen 16er (72.). Als niemand mehr damit rechnete, gelang Fortuna doch noch der Ehrentreffer: Nach einem platziert geschossenen Freistoß von Bodzek staubte Pohjanpalo in der Schlussminute zum Endstand ab. Kurz registrierte den Treffer mit Freude. „Das Tor zum Schluss hat uns gut getan.“


 Unnerstall – Schauerte, Haggui, Madlung, Schmitz – Avevor, Gartner – Bebou, Demirbay, Sararer – van Duinen

 

Unnerstall – Koch, Akpoguma, Strohdiek, Holthaus – Bodzek, Fink – Bolly, Iyoha, Bellinghausen – Pohjanpalo

 


Tore: 0:1 Keseru (35.) 0:2 Natanael (65.) 0:3 Anicet (72.) 1:3 Pohjanpalo (90.)

 

„Das war ein Spiel, dass wir nicht verlieren müssen. In der ersten Halbzeit haben wir ein klares Chancenplus und drei Hochkaräter. Dazu noch die Elfmetersituation. Aber trotz gutem Spiel liegen wir dann zurück. Im zweiten Durchgang waren wir ungeordneter, aber auch da machen wir vor den Gegentoren selbst die Fehler. Es waren klare Fortschritte gegen einen guten Gegner zu sehen – das stimmt positiv. Zufrieden dürfen und werden wir natürlich nicht sein, wir haben 1:3 verloren, obwohl wir genügend Möglichkeiten hatten Tore zu erzielen. Wir müssen unsere Chancen zukünftig nutzen und den nächsten Schritt nach vorne machen.“

 

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