Lars Unnerstall und Michael Rensing kämpfen in Spanien um den Stammplatz im Tor. Ein Sieger des Duells ist noch nicht in Sicht.

Foto: Christoff Wolff
In der Hinrunde stand Michael Rensing (mit Hantel) vor Lars Unnerstall. Ob das so bleibt, ist noch nicht entschieden.

In der Hinrunde stand Michael Rensing (mit Hantel) vor Lars Unnerstall. Ob das so bleibt, ist noch nicht entschieden.

Christof Wolff

In der Hinrunde stand Michael Rensing (mit Hantel) vor Lars Unnerstall. Ob das so bleibt, ist noch nicht entschieden.

Estepona. Lars Unnerstall kann nicht in den Kopf seines Chefs Oliver Reck schauen. „Ich weiß nicht, wie sich der Trainer entscheiden wird. Wir haben noch nicht über die nächsten Liga-Partien gesprochen. Aber ich hoffe natürlich, dass ich spielen werde“, sagt der lange Torhüter von Fortuna Düsseldorf. „Das wird Michael Rensing aber auch so sagen.“

In den Testspielen im Trainingslager in Spanien wechseln sich die beiden Schlussleute des Fußball-Zweitligisten ab. Einen Hinweis, wer im ersten Pflichtspiel in Karlsruhe (8. Februar) das Tor hüten wird, haben beide Spieler noch nicht erhalten.

Der Konkurrenzkampf unter den Feldspielern ist schon groß. 21 Profis kämpfen um einen Platz in der Startformation, aber auch bei den Torhütern bleibt es ein knappes Rennen, wer auflaufen darf. Oliver Reck wollte sich bereits von Saisonbeginn an nicht auf eine feste Nummer Eins festgelegen.

Unnerstall gab sein Debüt in Kaiserslautern

„Für einen Torhüter ist es enorm wichtig, Spielpraxis zu haben. Deshalb war der Einsatz Ende Oktober in Kaiserslautern im Hinblick auf die Spiele zum Ende des Jahres für mich sehr hilfreich“, sagt Unnerstall, der bis zum elften Spieltag auf sein Pflichtspiel-Debüt hatte warten müssen, aber dann „viel Selbstvertrauen“ aus seinen Einsätzen ziehen konnte.

Bereits eine Woche vor dem Spiel in der Pfalz hatte der 24 Jahre alte Torhüter damals erfahren, dass er eingesetzt wird. Dass er danach aber erst mal wieder draußen saß, hatte ihn eher überrascht – auch wenn er das nicht öffentlich zugeben will. Erst in den letzten sechs Spielen vor der Winterpause stand Unnerstall wieder zwischen den Posten, was allerdings an Rensings Verletzung (Unterleib/Rücken) lag.

Wichtig sei für den Ex-Schalker aber gewesen, wie das Zusammenspiel mit seinem Konkurrenten abgelaufen ist. „Ich habe ihn vor und bei seinen Spielen unterstützt. Und so war es auch andersherum“, sagt Unnerstall. Jeder im Team wisse, dass alle Spieler im Training Vollgas geben müssen, weil jederzeit ihre Stunde schlagen könnte. „Für die Motivation ist es besser, wenn zwei oder sogar drei Torhüter leistungsmäßig eng beieinander sind, weil nur dann jeder jeden Tag im Training voll konzentriert ist.“

Das wird auch jetzt wieder der Fall sein, da Rensing wieder topfit ist, im Testspiel gegen Skenderbeu eine gute Figur machte und ohne Gegentor blieb. Letzteres war Unnerstall im ersten Test gegen Basel nicht gelungen, enttäuscht hatte aber auch er bei der 1:2-Niederlage nicht. „Das war ein gutes Spiel von uns, auch in der Defensive“, was Unnerstall auch auf sich selbst bezieht. Nun freue er sich auf den Rest der Saison. „Wir spüren keinen besonderen Druck und können jetzt richtig angreifen.“

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