Meier hat offen gelassen, ob der Däne morgen schon gegen die Hertha im Kader steht. Fortunen sollen mit breiter Brust auflaufen.

Fortunas Trainer Norbert Meier (links) erleichtert dem dänischen Zugang Ken Ilsø die Eingewöhnung durch viele Gespräche.
Fortunas Trainer Norbert Meier (links) erleichtert dem dänischen Zugang Ken Ilsø die Eingewöhnung durch viele Gespräche.

Fortunas Trainer Norbert Meier (links) erleichtert dem dänischen Zugang Ken Ilsø die Eingewöhnung durch viele Gespräche.

Christof Wolff

Fortunas Trainer Norbert Meier (links) erleichtert dem dänischen Zugang Ken Ilsø die Eingewöhnung durch viele Gespräche.

Düsseldorf. Ob das „Danish Dynamite“ schon in Berlin zündet, ist die meistgestellte Frage unter den Fortuna-Fans. Spielt Ken Ilsø morgen für die Rot-Weißen in Berlin? Eine klare Antwort gab Norbert Meier nicht, obwohl gestern Mittag pünktlich die Spielberechtigung für den zweiten Winterzugang bei der Fortuna eingetroffen ist. „Man muss ihm schon die Zeit für eine Eingewöhnung geben“, erklärte Fortunas Trainer. „Wir werden auf jeden Fall noch viel Freude an ihm haben.“

Meier beschreibt den 22. Spieler seines Kaders als beidfüßig, ballsicher und guten Passspieler. „Er hat keine Berührungsängste“, sagt Meier. „Es spricht aber auch für die Mannschaft, dass sie ihn direkt am ersten Trainingstag mittags zum Essen mitgenommen hat.“

Meier ist fokussiert auf das morgige Spiel im Olympiastadion. Das Kribbeln habe schon eingesetzt, und chancenlos sieht er seine Mannschaft beim großen Ligafavoriten sicher nicht. „Meine Spieler haben keinen Grund, nicht mit breiter Brust aufzutreten“, sagt Fortunas Trainer, der mit seiner Mannschaft heute Mittag um 12.45 Uhr von Düsseldorf per Flieger nach Berlin durchstartet. Dort übernachtet man gemeinsam mit der DEG im Hotel Albion Spreebogen.

„Schon zu Beginn der Serie war die Hertha das Maß aller Dinge und hat in der Hinrunde nur das Spiel gegen Duisburg im Olympiastadion verloren“, spricht Meier aber auch warnende Worte. Er hat oft genug im Olympiastadion gespielt und dort auch den DFB-Pokal gewonnen. „Allein der Auftritt in diesem Stadion sollte schon beflügeln. Ein gewisses Vorstartfieber ist da völlig verständlich.“

Zur Nervosität besteht für die Fortunen nach fünf Spielen ohne Niederlage aber kein Grund. Zuletzt war man 1998 in der 2. Liga fünf Spiele ohne Niederlage geblieben. Und in der vergangenen Saison stand solchen Serien die Auswärtsschwäche im Weg.

Meier: Ein Niemandsland in der Tabelle gibt es für uns nicht

Tor Melka

Abwehr Schwertfeger, Lukimya, Langeneke, van den Bergh

Mittelfeld Bodzek, Fink, Lambertz, Zoundi

Sturm Bröker, Rösler

Im ersten Heimspiel im neuen Jahr erwartet Herthas Trainer Markus Babbel einen „heftigen Brocken“. Die Fortuna verfüge über eine gute Mischung im Team. „Sie haben lauffreudige Spieler und ein gutes Mittelfeld“, lobt Babbel.

30 000 Eintrittskarten sind bereits verkauft, 2500 bis 3000 Fortuna-Fans werden ihre Mannschaft begleiten.

Von einem Angriff auf die Aufstiegsplätze will Norbert Meier nichts wissen. „Ein Niemandsland in der Tabelle gibt es für uns aber auch nicht“, sagt der 52-Jährige, der das Saisonziel von 40 Punkten so schnell wie möglich erreichen will. „Allen, die uns nach sechs Spieltagen verflucht haben und uns jetzt schon wieder als Aufstiegsanwärter feiern, möchte ich nur sagen, dass bei der Fortuna Leute am Werk sind, die ihre Arbeit verstehen. Wir sind lange genug im Geschäft, um die Sachlage realistisch einzuschätzen.“

Daher weiß Meier auch, wie sehr es in Berlin auf eine konzentrierte Leistung ankommt. „Hertha verfügt über genügend Individualisten, die ein Spiel allein entscheiden können“, erklärt Meier. „Bei uns ist deshalb eine starke Mannschaftsleistung gefragt.“ Da die Integration von Ilsø so gute Fortschritte macht, ist zu erwarten, dass der Neue im Kader steht und der Mannschaft sofort hilft.

Infos vom Spiel gibt es bereits in der Pause ab 14.20 Uhr, eine Fotogalerie nach der Begegnung im Internet: www.wz-newsline.de/fortuna

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