Der Bremer ist zunächst für ein halbes Jahr ausgeliehen und freut sich auf die großartige Stimmung.

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Die Macher und ihr neuer Angreifer: Norbert Meier (v.l.), Torsten Oehrl und Wolf Werner hoffen auf Erfolg.

Die Macher und ihr neuer Angreifer: Norbert Meier (v.l.), Torsten Oehrl und Wolf Werner hoffen auf Erfolg.

Ovelgönne

Die Macher und ihr neuer Angreifer: Norbert Meier (v.l.), Torsten Oehrl und Wolf Werner hoffen auf Erfolg.

Düsseldorf. Er ist 1,93 Meter groß, wirkt nicht nur am Ball elegant und soll der neue Hoffnungsträger der Fortuna werden. Seit Donnerstag kurz nach 12 Uhr, als er die ärztliche Untersuchung bestanden hatte, ist Torsten Oehrl auch offiziell ein Fortune. Zumindest für ein halbes Jahr, so lange ist das Ausleihgeschäft mit dem SV Werder Bremen zunächst angelegt.

"Eigentlich komme ich nicht nach Düsseldorf, um im Mai oder Juni schon wieder zu gehen", sagt der 24-Jährige, der mit seinem alten Mannschaftskollegen Martin Harnik bereits am Mittwoch die ersten Runden beim Training gemeinsam gedreht hatte. Während seine Freundin weiter zum Studium in Bremen bleibt, bezieht der Stürmer ein Zimmer im Teamhotel der Fortuna.

"Er ist technisch stark und vielseitig einsetzbar", beschreibt Norbert Meier seinen neuen Spieler. Und er ist "pupperl-gesund", wie es Wolf Werner ausdrückte. Ihm und Norbert Meier verdankt es Oehrl, dass er bereits am Freitag für Fortuna auf Torejagd gehen kann. Denn Fortunas Geschäftsführer und der Trainer haben sich sehr um den kopfballstarken Angreifer der Zweitvertretung der Bremer bemüht.

"Ich muss zugeben, dass ich enttäuscht war, dass ich nicht mit ins Trainingslager von Werder fahren durfte, obwohl ich einen Profivertrag dort habe", sagt Oehrl. Um so wichtiger sei es jetzt, es allen zu zeigen. "Ich möchte dazu beitragen, dass die Fortuna weiter so erfolgreich wie in der Hinrunde spielt."

Nach Costa und Melka sollen vier weitere Spieler unterschreiben

Was dann bei den Fans der Fortuna passiert, ahnt Oehrl nicht nur. Die besondere Begeisterung kennt der 24-Jährige. Er stand im grünen Werder-Dress auf dem Platz, als die Fortuna im Mai vor über 50 000 Zuschauern den Aufstieg packte. "Es war geradezu atemberaubend, was da abgegangen ist", sagt Oehrl. "Es hat mich beeinflusst, aber der Hauptgrund war es nicht, nach Düsseldorf zu wechseln." Er sei sich sicher, dass er hier in Meier und Werner auf die richtigen Leute treffe. "Und die Stimmung in der Mannschaft ist nach den ersten Beobachtungen super."

Die erwartete Aufstellung zum Rückrundenauftakt gegen Paderborn sieht wie folgt aus: Ratajczak - Weber, Anderson, Langeneke, van den Bergh - Costa, Fink, Lambertz, Christ - Harnik, Oehrl

Von einem "Duell auf Augenhöhe" spricht Norbert Meier vor dem Spiel in Paderborn. Der Gegner hat eindrucksvoll bewiesen, dass er eine gewisse Klasse hat. "Wer wegen nicht idealer Rasenbedingungen in Paderborn auch nur ansatzweise zuckt, der hat schon keine Chance mehr", sagte Fortunas Trainer.

Mit einem Gutachten stellen sich am Freitag um 10 Uhr Geschäftsführer Wolf Werner, Co-Trainer Uwe Klein und Ranisav Jovanovic der Berufungsverhandlung beim DFB in Frankfurt. "Mit einer biomechanischen Bewegungsanalyse wollen wir zeigen, dass es sich bei dem Schlag von Jovanovic nicht um eine Tätlichkeit handelt", erklärte Werner. Der Deutsch-Serbe war nach den TV-Bildern des Spiels der Fortuna gegen Bielefeld für vier Spiele gesperrt worden. Die Fortuna kämpft nach zwei abgebrummten Spielen nun für einen Freispruch.

Ob die Fortuna dafür einen Spieler bis Ende Januar und der Schließung der Transferliste abgeben wird, ließ die sportliche Leitung offen. Dafür gab es die Bestätigung der ersten Vertragverlängerungen. Mit Claus Costa und Michael Melka wurde um je zwei Jahre verlängert. Die Unterschriften unter die Verträge von vier Spielern sollen schnell folgen: Michael Ratajczak, Ranisav Jovanovic, Andreas Lambertz und Marco Christ.

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