Fortunas Neuer trifft zweimal gegen Duisburg. Sonst gibt es wenig Glanz in der Arena.

Fortunas „Neuer“ Simon Terodde (r.) war der Matchwinner im Spiel gegen Duisburg.
Fortunas „Neuer“ Simon Terodde (r.) war der Matchwinner im Spiel gegen Duisburg.

Fortunas „Neuer“ Simon Terodde (r.) war der Matchwinner im Spiel gegen Duisburg.

Christof Wolff

Fortunas „Neuer“ Simon Terodde (r.) war der Matchwinner im Spiel gegen Duisburg.

Düsseldorf. Fortunas ausgeliehener Stürmer Simon Terodde brachte von seinem ersten Einsatz in der Arena gleich zwei Souvenirs mit: eine blutige Lippe und ein Trikot seines Duisburger Kumpels Christian Tiffert. Der war bei einem Zusammenprall auf dem Feld auch schuld an der Lippenverletzung. Aber das konnte dem Zugang des Fußball-Drittligisten die Stimmung nicht vermiesen. Schließlich hatte er gerade mit zwei Treffern beim 3:1 gegen den Zweitligisten MSV Duisburg beim Wintercup einen Einstand nach Maß gefeiert. "Das war ein super Erlebnis, was Schöneres kann es nicht geben", sagte der Doppeltorschütze.

Schließlich hatte er die Tore ausgerechnet gegen den Klub erzielt, der ihn an die Fortuna ausgeliehen hat. "Eine Genugtuung war das nicht", sagte der 20-Jährige. "Ich habe sieben Jahre in Duisburg gespielt, hatte ein vernünftiges Gespräch mit Trainer Peter Neururer." Rachegefühle gäbe es da nicht.

Terodde und die Fortunen konnten nach ihrem guten Auftritt vor offiziell angegebenen 15 097 Zuschauern sicher auch verschmerzen, dass der Erzrivale 1. FC Köln die Trophäe im Finale nach 5:4 im Elfmeterschießen gegen die Düsseldorfer mit rheinaufwärts nahm.

Nur Sebastian Heidinger verschießt im Elfmeterschießen

Für das Traumfinale zwischen den rheinischen Rivalen hatte Fortuna-Trainer Norbert Meier seine Mannschaft wie angekündigt im Vergleich zum Halbfinale nur auf vier Positionen verändert. Schließlich sollten sich auch die Spieler aus der zweiten Reihe gemeinsam mit den entsprechenden "Stützen" des Teams empfehlen können. Es gelang jedoch nicht, den torreichen Schwung vom Auftakt mitzunehmen. Am Ende stand es 0:0. Den siegbringenden Versuch im Elfmeterschießen verwandelte Kevin McKenna gegen Torwart Michael Ratajczak, den Trainer Norbert Meier kurz vor Spielende eingewechselt hatte. Sebastian Heidinger hatte als Einziger verschossen.

So endete ein wenig erbaulicher Fußballnachmittag etwas enttäuschend, indem ausgerechnet Erzrivale Köln den Wintercup mit nach Hause nahm. Aber letztlich diente alles nur zur Vorbereitung auf die nächsten Pflichtspiele am Samstag im Niederrheinpokal bei RW Essen sowie fünf Tage später in der 3. Liga gegen die Stuttgarter Kickers. "Es war schön, dass wir als klassentiefste Mannschaft mitgehalten und kein Spiel in der regulären Spielzeit verloren haben", sagte Fortuna-Trainer Norbert Meier, der von Terodde nach dem ersten Turnier-Spiel schon genug gesehen hatte: "Das ist schön, dass er sich da so zeigt." Die Sturmhoffnung scheint Düsseldorf weiterhelfen zu können. Das könnte die wichtigste sportliche Erkenntnis aus dem Wintercup sein.

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