Wintercup - Fortuna Düsseldorf - Borussia Mönchengladbach
Kapitän Lumpi Lambertz durfe den Pokal in die Höhe halten.

Kapitän Lumpi Lambertz durfe den Pokal in die Höhe halten.

Marius Becker

Kapitän Lumpi Lambertz durfe den Pokal in die Höhe halten.

Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf heißt der Sieger des 6. Wintercups. Im Finale setzte sich die Mannschaft von Trainer Norbert Meier mit 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach im rheinischen Derby durch. Schütze des goldenen Tores war ausgerechnet Winterzugang Timo Furuholm, der erstmals für die Rot-Weißen auf dem Platz stand. Für die Fortuna war es nach 2008 der zweite Erfolg beim Vorbereitungsturnier in der Düsseldorfer Arena.  

Im Halbfinale hatten sich die Mönchengladbacher nach Treffern von Filip Daems und Thorben Marx mit 2:0 gegen Werder Bremen durchgesetzt, die gastgebende Fortuna hatte beim 5:3 nach Elfmeterschießen gegen Borussia Dortmund Revanche für die Niederlage kurz vor Weihnachten im DFB-Pokal-Achtelfinale genommen. Das kleine Finale gewann Borussia Dortmund durch einen Treffer von Mohamed Zidan mit 1:0 gegen Werder Bremen.

Die Gladbacher hatten damit eine durchwachsene Generalprobe für den Rückrundenauftakt der Bundesliga am kommenden Freitag gegen den Rekordmeister Bayern München. Für Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna wird es hingegen erst am 4. Februar mit der Partie beim FC Ingolstadt ernst. Umso überraschender war das gute Auftreten der Meier-Elf, die übermorgen erst ins Trainingslager nach Marbella aufbricht.

Für das Finale, eine Neuauflage des Endspiels von 2010, hatten beide Teams im Vergleich zu ihren Halbfinals massig durchgewechselt. Bis auf Assani Lukimya, Oliver Fink, Andreas Lambertz und Thomas Bröker (ab der 21. Maxilian Beister)standen nur Spieler auf dem Platz, die gegen Dortmund auf der Bank saßen. Bei Mönchengladbach spielte lediglich Kapitän Filip Daems beide Partien.

 Am Rande der Partie bestätigten Fortunas Verantwortliche, dass polnische Nationalspieler Adam Matuschyk vom 1. FC Köln ausgeliehen wird. Er wird allerdings erst bei den beiden Testspielen im Rahmen des Trainingslagers für die Rot-Weißen auflaufen.   

Mönchengladbach: Heimeroth – Janthscke, Dante, Dams, Daems (21. Korb) – Nordtveit, Cigerci (35. Rupp) – Otsu (35. Younes), Hanke, Hermann – Leckie (35. Bobadilla)

 

Fortuna: Almer – Levels, Lukimya, Juanan, Dum – Fink, Lambertz – Bröker (21. Beister), Rösler, Kruse – Furuholm 

 

Tore: 0:1 (28.) Furuholm

 

Gelbe Karten: - / Hermann, Nordtveit

 

Zuschauer: 37 522

 Die ersten 25 Minuten des Finals verliefen nahezu ohne Höhepunkte. Die zusammengewürfelten Teams brauchten Zeit, um sich zu sortieren. Meist waren die Angriffe bereits 30 Meter vor dem gegnerischen Tor beendet. Und auch die wenigen Standards wurden leichtfertig vergeben.

 Eher zufällig ging die Fortuna dann in Führung – ausgerechnet durch den Neu-Fortunen Furuholm. Nach herrlichem Zuspiel von Beister blieb der Finne vor dem Tor eiskalt und schob mit der ersten richtigen Chance zum 1:0 ein. Nun wurde es etwas munterer. Gladbach drängte allerdings ohne Konzept auf den Ausgleich, in jeder Situation war dem Überraschungsteam der Bundesliga-Hinrunde anzumerken, dass der zweite Anzug nicht passt. Vielmehr waren es die Düsseldorfer, die durch Konterchancen auf 2:0 hätten erhöhen können.

 VfL-Trainer Lucien Favre reagierte und brachte zehn Minuten vor Ende gleich drei neue Spieler. Aber auch das brachte nichts mehr ein. Fortuna brachte den Sieg über die Zeit und durfte feiern.

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