wintercup
Michael Ratajczak (l.) blieb im Elfmeterschießen Sieger gegen Mario Götze und Mats Hummels. Von Oliver Fink gab's dafür nach dem Spiel ein Dankeschön.

Michael Ratajczak (l.) blieb im Elfmeterschießen Sieger gegen Mario Götze und Mats Hummels. Von Oliver Fink gab's dafür nach dem Spiel ein Dankeschön.

Reuters

Michael Ratajczak (l.) blieb im Elfmeterschießen Sieger gegen Mario Götze und Mats Hummels. Von Oliver Fink gab's dafür nach dem Spiel ein Dankeschön.

Düsseldorf. Revanche geglückt. Fortuna steht im Finale des Wintercups. Durch den 5:3-Sieg nach Elfmeterschießen gegen Borussia Dortmund zieht das Team von Trainer Norbert Meier beim 6. Turnier in der heimischen Arena ins Endspiel ein. Den Gegner ermitteln gerade Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen.

Das Jahr begann für Fortuna wie das alte endete. Mit einer Partie gegen Borussia Dortmund. Wie bereits im DFB-Pokal-Achtelfinale kurz vor Weihnachten trennte sich die Fortuna nach regulärer Spielzeit Unentschieden vom Deutschen Meister – dieses Mal allerdings nicht torlos, sondern nach Toren von Shinji Kagwa und Christian Weber 1:1. Im Gegensatz zum Spiel im Dezember gab es diesmal aber keine Verlängerung. Also musste wieder ein Elfmeterschießen entscheiden, in dem die Düsseldorfer den besseren Torwart und dadurch das bessere Ende für sich hatten.

Während der 45 Minuten waren allerdings die Dortmunder das bessere Team gewesen. Vor allem über die linke Seite waren die Mannen von Trainer Jürgen Klopp stets gefährlich. Die erste Chance hatte aber die Fortuna nach rund fünf Minuten. Nach Flanke von Johannes van den Bergh setzte sich Maximilian Beister im Luftduell durch und zwang Zlatan Alomerovic im BVB-Tor zu einer ersten Parade. Nur wenige Sekunden später landete der Ball nach einer Ilso-Ecke auf der Latte.

Danach verflachte die Partie etwas. Fortuna zog sich zurück, Dortmund übernahm immer mehr das Spielgeschehen – allerdings zunächst ohne echte Chancen. Erst als die Düsseldorfer nach rund 20 Minuten in der Vorwärtsbewegung den Ball verloren und die Dortmunder zum ersten Mal ihre Schnelligkeit ausspielen konnten, fiel gleich das 0:1. Jungstar Mario Götze bediente Ivan Perisic, den Fortunas Rechtsverteidiger Christian Weber sträflich allein gelassen hatte, der passte in die Mitte zu Kagawa, der nur noch den Fuß hinhalten musste.

Nun nahm die Partie Fahrt auf. Denn nur eine Minute später machte Weber seinen Fehler wieder gut. Der Rechtsverteidiger zog aus rund 25 Metern einfach mal ab und drosch den Ball in den Winkel – ein Traumtor. In der Folge wurde die Partie offener. Die ganz großen Chancen waren aber weiter Mangelware, da die jeweilige Doppelsechs (Fink und Lambertz für Düsseldorf, Leitner und Bender für Dortmund) Vieles schon im Ansatz zunichte machte.

Ratajczak – Weber, Lukimya, Langeneke, van den Bergh – Lambertz, Fink, Beister – Ilso, Bröker, Jovanovic

Alomerovic – Owomoyela, Subotic, Hummels, Schmelzer – Bender, Leitner, Götze, Kagawa, Perisic – Lewandowksi

36 500

0:1 Kagawa (21.), 1:1 Weber (22.)

1:0 Jovanonic, Ratajczak hält gegen Götze, 2:0 Beister, 2:1 Lewandowski, Alomerovic hält gegen Lambertz, 2:2 Subotic, 3:2 Ilso, Ratajczak hält gegen Hummels, 4:2 Fink

-/ Lewandowski, Perisic

Erst in der 34. Minute sorgte ein Pfostenschuss von Perisic wieder für Raunen in der zwar gut gefüllten, aber recht ruhigen Arena. Dortmund blieb das gefährlichere Team, vor allem dann, wenn es schnell und über links ging, wo Weber Probleme mit dem wendigen Perisic hatte. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit hätten zunächst Lewandowski(41.) und dann Kagwa (43.) den BVB ins Finale schießen können, wenn nicht müssen. Doch beide Male war Ratajczak zur Stelle.

Im Elfmeterschießen wuchs Fortunas Schlussmann dann über sich hinaus. Gleich den ersten Schuss von Mario Götze parierte er. Als er dann auch noch gegen Hummels hielt, musste Oliver Fink nur noch treffen, um die Revanche perfekt zu machen. bes

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