Der Chef des Aufsichtsrats will einen soliden Verein.

Dirk Kall
Dirk Kall steht dem Aufsichtsrat der Fortuna vor.

Dirk Kall steht dem Aufsichtsrat der Fortuna vor.

Archiv/Horstmüller

Dirk Kall steht dem Aufsichtsrat der Fortuna vor.

Düsseldorf. Über die Zukunft von Fortuna Düsseldorf zu sprechen, kann prekär sein. Dirk Kall hat das schon einmal erfahren müssen. Deshalb ist der Aufsichtsratsvorsitzende des Erstligisten vorsichtig geworden.

„In fünf Jahren wollen wir wirtschaftlich und sportlich gesund in der ersten Liga spielen“, sagte er Montag beim Auftakt zur „SpoBis“, dem zweitägigen Sport-Business-Kongress (18./19. Februar) in Düsseldorf.

„Wenn wir das erreichen, würde ich zwischendurch einen Abstieg in Kauf nehmen.“ Und dann fügt er an: „Aber nicht, dass es jetzt wieder heißt, der Kall plane schon für die zweite Liga.“ Das nämlich hatte der Boulevard getitelt, als Kall auf der Mitgliederversammlung im November den soliden „Bremser“ gab.

Nein, absteigen will der Kall gar nicht. Er hat das ja alles mitgemacht, von der vierten in die erste Liga, er ist seit acht Jahren im Verein, seit vier Jahren als Aufsichtsratsvorsitzender.

„Damals, in der vierten Liga“, sagt er, „mussten wir betteln gehen.“ Jetzt habe man etwas anzubieten, wirtschaftlich sei der Verein im Soll, sportlich liege das Team darüber. „Dass wir auch mal zwei Spiele in Folge verlieren, ist vollkommen normal. Mir reicht es, wenn wir einen Punkt mehr haben als der Tabellen-16.“

Vodafone wird in der kommenden Saison Trikotpartner der Fortuna

Das liegt nicht fern, obwohl Kall Risiken scheut. „Wir machen hier genauso weiter“, sagt er und meint die Politik der kleinen Schritte. „Wir werden nie sagen: Wir brauchen noch Geld, um einen Spieler zu holen. Der wirtschaftliche Erfolg ist bei uns immer dem sportlichen gefolgt.“ Auch Manager Werner und Trainer Meier hätten das verinnerlicht.

Kall will die Unternehmen aus Düsseldorf nach und nach ins Boot holen. Vodafone wird im Sommer Trikotpartner, andere Partnerschaften würde er gern ausbauen. Auch ohne „Air Berlin“, dass die Zusammenarbeit aufkündigt. „Wir wussten immer um deren Situation“, sagt Kall. Und macht nicht den Eindruck, als hinge Fortunas Existenz am Geschäft mit den Flugzeugen.

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