Die Spieler von Fortuna Düsseldorf befolgen seit einer Woche individuelle Trainingspläne. Doch wie sieht so ein individueller Trainingsplan eigentlich aus?

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Noch arbeiten Benito Raman (M.) und seine Mitspieler individuell an den konditionellen Grundlagen. Archiv

Noch arbeiten Benito Raman (M.) und seine Mitspieler individuell an den konditionellen Grundlagen. Archiv

Wolff

Noch arbeiten Benito Raman (M.) und seine Mitspieler individuell an den konditionellen Grundlagen. Archiv

Düsseldorf. Schön ist das Leben der Fußballprofis. Nach dem Saisonende Mitte Mai ist bis Ende Juni frei. Abgesehen von Schülern und Lehrern hat in den heißen Monaten des Kalenders wohl niemand so viel Freizeit und kann das Leben genießen. Falsch – denn auch im Urlaub und vor dem Trainingsauftakt müssen die Profis etwas tun. So auch beim künftigen Bundesligisten Fortuna Düsseldorf.

Bis zum 4. Juni hatten die Spieler von Trainer Friedhelm Funkel tatsächlich frei, konnten regenerieren, die Akkus aufladen und Urlaub machen. Seit einer Woche befolgen die Fortunen nun aber ihre individuellen Trainingspläne. Denn beim Laktattest am 30. Juni müssen die Werte stimmen. Doch wie sieht so ein individueller Trainingsplan eigentlich aus?

„Im Prinzip ist der von den Inhalten her für alle gleich. Aber sie sind trotzdem individuell zugeschnitten“, sagt Fortunas Physiotherapeut Carsten Fiedler, der gemeinsam mit dem für Fitness hauptverantwortlichen Trainer Robin Sanders die Werte überprüft und im engen Austausch mit den Spielen steht. „In der vergangenen Woche stand alle zwei Tage ein Lauf von 45 bis 60 Minuten auf dem Plan. Das wird immer sukzessive gesteigert. Seit dieser Woche machen die Jungs Intervall-Läufe. Fünf Mal tausend Meter, dazwischen kurze Pausen. Außerdem gehört im Wechsel Stabilisations- und Kraftprogramm dazu“, erklärt Fiedler. Für den Oberkörper, Bauch und Rücken.

Kniebeugen, Sit-ups, Liegestütze – auch die Nicht-Sportlern bekannten Übungen sind Teil der individuelle Trainingspläne. „Die sind dann aber mit explosiven Sprungkraftübungen verbunden“, sagt Fiedler. „Und die gehen brutal in die Beine. Deshalb haben die Spieler danach immer einen Tag frei, weil entsprechende Regeneration notwendig ist.“ Mit Puls-Uhren werden die Spieler zudem „überwacht“.

Bis zum Monatsende trainieren die Profis nach diesem Vorbild weiter

In diesem Rhythmus verlaufen auch die drei kommenden Wochen, ehe am 30. Juni der offizielle Trainingsbeginn ansteht und dann endlich auch der Ball wieder dazu kommt. Für die Fortuna-Profis hat die Vorbereitung auf die Vorbereitung aber schon begonnen. „Wir haben in der vergangenen Saison wenig Muskelverletzungen gehabt, trotz der intensiven Anforderungen. Die Spieler waren fit“, erklärt Fiedler. Das soll auch in der Bundesliga-Saison so sein, um das Ziel Klassenverbleib zu erreichen.

© WhatsBroadcast

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