Beim Stürmer des Zweitligisten läuft es alles andere als rund. Der trainingsfreie Tag am Dienstag kam da eher ungelegen.

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Frustriert: Ranisav Jovanovic nach dem Pokal-Aus in Koblenz.

Frustriert: Ranisav Jovanovic nach dem Pokal-Aus in Koblenz.

Horstmüller

Frustriert: Ranisav Jovanovic nach dem Pokal-Aus in Koblenz.

Düsseldorf. Auch Stürmer Ranisav Jovanovic genoss am Dienstag seinen freien Tag. Fortuna-Trainer Norbert Meier hielt trotz der Pokal-Pleite von Koblenz am Trainingsplan des Fußball-Zweitligisten fest, startet heute in die intensive Vorbereitung auf den Liga-Start in Cottbus am Sonntag. Doch konnte am Dienstag von Genießen die Rede sein?

Nicht nur Jovanovic dürften die Szenen des Spiels einige Male durch den Kopf gegangen sein. Vor allem jene mit seiner Beteiligung: der Zwölf-Meter-Schuss an die Oberkante der Latte. Und der Verstolperer an der Strafraumgrenze, bei dem fast jede andere Aktion eine bessere Wahl gewesen wäre.

Selbst die klasse Vorlage von Torghelle nutzte der Stürmer nicht

Sturmkollege Sandor Torghelle hatte ihn bei der "Zwei-gegen-eins-Situation" selbstlos bedient, ein Sahnestück für einen Mittelstürmer: direkt auf das Tor schießen oder sauber annehmen und reinschieben, auf den Torwart zu und Foul provozieren. Eigentlich hat er das drauf, und es war alles möglich, doch "Rani" sprang die Kugel so weit vom Fuß, als absolviere er gerade seine erste Fußball-Übungen.

Dass nicht ihn im Laufe des Spiels die Auswechslung traf, sondern Kollege Torghelle, verwunderte wohl den Großteil des Düsseldorfer Anhangs. Bei Jovanovic lief so gut wie nichts zusammen, seine Berücksichtigung für die Start-Elf konnte er nicht untermauern.

Meier stellt Jovanovics Aufstellung indirekt in Frage

Trainer Norbert Meier stellte diese Entscheidung aber auch indirekt selbst in Frage. Er forderte vor allem von den "Alteingesessenen" im Kader eine deutliche Leistungssteigerung und warnte, dass der Saisonstart in Cottbus bei einer vergleichbaren Vorstellung wohl ebenfalls in die Hose ginge.

In der vergangenen Saison glänzte Jovanovic noch neben Harnik

Die Fortuna-Spieler sollen in Zukunft nicht nur auf dem Platz eine bessere Figur machen. Eine Modefirma - ausgerechnet aus der Borussen-Stadt Mönchengladbach - kleidet die Kicker in dieser Saison in feinen Zwirn, wie der Zweitligist gestern bekanntgab.

Nach dem Pokal-Aus schwanken die Fortuna-Fans in den Internetforen zwischen Fatalismus und Trotz. Die Prognosen für das Cottbus-Spiel reichen dementsprechend von einem desaströsen 12:0 für die Gastgeber bis zu einem 4:0-Befreiungsschlag für Fortuna.

Mit dieser Mahnung könnten die wenig auffallenden Außenverteidiger Johannes van den Bergh und Christian Weber ebenso gemeint sein wie die Mittelfeldakteure Claus Costa und Marco Christ, die dem Spiel keine Ordnung geben konnten.

Und eben jener Jovanovic, der in der jüngeren Vergangenheit schon gezeigt hat, dass er den Torriecher hat.

Mit acht Treffern in 29 Spielen war er am Aufstieg aus der dritten Liga maßgeblich beteiligt. In der vergangenen Saison traf er sieben Mal bei 22 Einsätzen, zeigte sich vor allem in der Hinrunde als kongenialer Sturmpartner von Senkrechtstarter Martin Harnik.

Verletzungen warfen ihn zuletzt immer wieder zurück

Doch dann kamen die Verletzungsprobleme. Immer öfter spielte der Körper nicht mit, aus dem vergangenen Dezember datiert sein bisher letztes Pflichtspieltor. In der Vorbereitung auf diese Saison das gleiche Bild: gute Ansätze, aber auch Verletzungen, die ihn ausbremsten.

Vielleicht war diese lückenhafte Vorbereitung einer der Gründe für das Auslassen der Chancen in Koblenz. Schließlich müsste Jovanovic top-motiviert sein: Der Vertrag des 29-Jährigen läuft zum Saisonende aus, und die Konkurrenz im Sturm ist groß. "Im vergangenen Jahr war es auch nicht leicht, diese Saison wird es ebenso schwer. Man muss im Training eben immer Gas geben", so Jovanovic, für den der freie eher ein verlorener Tag war.

© WhatsBroadcast

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