Bayerns Franck Ribery (l) und der Düsseldorfer Alexander Madlung versuchen den Ball zu spielen.
Bayerns Franck Ribery (l) und der Düsseldorfer Alexander Madlung versuchen den Ball zu spielen.

Bayerns Franck Ribery (l) und der Düsseldorfer Alexander Madlung versuchen den Ball zu spielen.

Federico Gambarini

Bayerns Franck Ribery (l) und der Düsseldorfer Alexander Madlung versuchen den Ball zu spielen.

Düsseldorf. Mit einer kleinen Überraschung begann der Telekom Cup in der geschlossenen Arena. Die von den Fortuna-Fans erhoffte Sensation blieb aber aus. Der Fußball-Zweitligist zwang im Eröffnungsspiel des prominent besetzten Blitzturniers keinen Geringeren als den FC Bayern München ins Elfmeterschießen. Nach torlosen 45 Minuten schnupperte die Fortuna am ganz großen Coup. Doch die von Carlo Ancelotti trainierten Münchener behielten vom Punkt aus die Nerven und zogen mit einem 4:1-Sieg in das Endspiel ein.

Fortunas Trainer Friedhelm Funkel schickte sein Team im frisch einstudierten 5-3-2-Spielsystem auf den Rasen. In der neuen Formation wussten die Gastgeber den hohen Favoriten zumindest in der Anfangsphase zu ärgern. Nach einem Rückpass von Julian Schauerte kam Kaan Ayhan aus 17 Metern Entfernung in zentraler Position frei zum Schuss, setzte den Ball aber links neben das Tor (4.).

Es schien, als hätten die Bayern diesen Weckruf gebraucht. Denn in der Folge zog der Deutsche Rekordmeister das Tempo sukzessive an.Insbesondere Franck Ribery und Arturo Vidal waren nun darum bemüht, den Finaleinzug in den regulären 45 Minuten perfekt zu machen. Nach einem Doppelpass mit Vidal tauchte Ribery frei vor Michael Sensing auf (8.). Wenig später streifte ein Schuss von Vidal die Latte (15.).

Der Fortuna gelang es nun erwartungsgemäß kaum noch, sich spielerisch zu befreien, dafür verteidigte der Zweitligist leidenschaftlich gegen klar überlegene, aber zuweilen verspielte Bayern. Dank eines gut aufgelegten Michael Rensing und mit etwas Glück (Ribery, 39.Innenpfosten) kämpfte sich der Außenseiter zur Freude des eigenen Anhangs ins Elfmeterschießen.

Dort hatte dann auch Rensings gegenüber Manuel Neuer die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Der Welttorhüter entschärfte gleich die ersten beiden Versuche von Rouwen Hennings und Oliver Fink in herausragender Manier. Weil sowohl Arturo Vidal, als auch Xabi Alonso, Diego Costa und David Alaba ihre Strafstöße allesamt souverän verwandelten, zog der Champions League-Teilnehmer am Ende klar ins Endspiel ein. Für die Fortuna gelang Kaan Ayhan immerhin noch der Ehrentreffer.

Rensing - Akpoguma, Madlung, Bormuth - Schauerte, Sobottka, Ayhan, Bodzek, Schmitz - Fink, Hennings

Neuer - Rafinha, Martinez, Alaba, Bernat - Costa, Kimmich, Alonso, Vidal, Ribery - Müller

Sven Waschitzki

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0:1Vidal;Neuer pariert gegen Hennings, 0:2 Alonso, Neuer pariert gegen Fink, 0:3 Costa, 1:3 Ayhan, 1:4 Alaba

Die Stimmen zum Spiel

„Wir haben uns dann ganz gut gegen die vermeintliche Überzahl geschlagen. Allerdings konnte man auch sehen, wie Fußball eigentlich funktioniert.“ Oliver Fink, Kapitän der Fortuna

„Im Großen und Ganzen war das ganz ordentlich. Eigentlich muss man ein wenig mutiger auftreten, auch gegen die Bayern. Im Endeffekt war das aber ganz okay. Gegen Frank Ribery war es nicht umbedingt einfach, er hat schon einige Haken im Programm. Aber die Jungs haben mit auch gut geholfen. Schwindelig ist mir nach diesem Spiel jedenfalls nicht.“ Julian Schauerte

„Ich habe mir vorgenommen, möglichst lange zu warten, um an einen der Elfmeter heranzukommen, aber die Schüsse waren so platziert. Insgesamt können wir aber zufrieden sein. Das 0:0 ist in Ordnung und besser, als wir erwartet hatten." Michael Rensing

„Ich denke, dass wir uns teuer verkauft haben. Den Klassenunterschied haben wir mit Kampfgeist und aufopferungsvoller Defensivarbeit bekämpft. Das Wichtigste war, dass wir uns gegenüber den Bayern nicht ergeben haben. Auch wenn wir das Elfmeterschießen verloren haben, gehen wir mit einem guten Gefühl aus dem Spiel. Letztlich war es ein Vorbereitungsspiel, und da steht das Ergebnis nicht so sehr im Vordergrund.“ Kaan Ayhan

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