Die Vereinspolitik von RB soll am Montag keine Rolle spielen.

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Helmut Schulte will Fairplay in der Liga.

Helmut Schulte will Fairplay in der Liga.

dpa

Helmut Schulte will Fairplay in der Liga.

Leipzig. Das Spiel in Leipzig ist auch für Fortuna Düsseldorf nicht eines wie jedes andere. Die Proteste gegen die Art der Unterstützung durch einen Energiedrink-Hersteller und gegen die Strategie, den Verein in der Spitze des deutschen Profifußball zu etablieren, stößt bei vielen Fußball-Fans auf mehr als nur Unbehagen. „Wir akzeptieren das, wenn da jemand der Meinung ist, das Spiel nicht sehen zu wollen, solange sich alle an die Regeln halten“, sagte Helmut Schulte, Fortunas Sportvorstand, zum teilweisen Boykott der Düsseldorfer Fans für das Leipzig-Spiel.

„Ich bin ein Unterstützer des Fair-Play-Gedankens, das schließt auch das Financial-Fair-Play ein.“ Schulte versuchte die heikle Geschichte vorsichtig einzuordnen. „Ich hoffe, dass man dieses Thema so umsetzen kann, wie man sich das vorstellt.“ Damit meinte er wohl zwischen den Zeilen, dass der DFB bei der Finanz- und Vereinspolitik von RB Leipzig genau hinschauen müsste – ohne dass er es aussprach.

Trainer Taskin Aksoy verfolgt oder belastet dieses Thema nicht. „Es ist ein Verein, der sich sportlich für die 2. Liga qualifiziert hat und ein Gegner, dem wir genau so ernst gegenübertreten, wie allen anderen auch“, sagte Aksoy. „Wir machen in Leipzig unseren Job so gut es geht“, erklärte der Interimstrainer. „Da stellt sich nicht die Frage, ob ich das akzeptiere oder nicht.“

Es sei auch so eine Herausforderung, und er werde die Aufgabe so professionell wie möglich angehen. Da ist es nicht allein entscheidend, wie viele Fans die Mannschaften unterstützen, die sich da gegenüberstehen. „Auch die Arbeit mit jungen Leuten und Spiele vor nur 50 Zuschauern machen mir genau so viel Spaß“, sagte Taskin Aksoy.

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