Fortunas Trainer Friedhelm Funkel weiß um die Klasse des VfB. Seinen Gegenüber Jos Luhukay kennt er bestens.

Am Freitag trifft in der 2. Liga Fortuna Düsseldorf auf den VfB Stuttgart.
Sie waren Gegner, sie waren Trainer und Co-Trainer: Freitag treffen Friedhelm Funkel (l.) und Jos Luhukay wieder einmal aufeinander. Archiv

Sie waren Gegner, sie waren Trainer und Co-Trainer: Freitag treffen Friedhelm Funkel (l.) und Jos Luhukay wieder einmal aufeinander. Archiv

Jochmann

Sie waren Gegner, sie waren Trainer und Co-Trainer: Freitag treffen Friedhelm Funkel (l.) und Jos Luhukay wieder einmal aufeinander. Archiv

Düsseldorf. Heimsiege hatten bei der Fortuna in den vergangenen beiden Spielzeiten Seltenheitswert. Nur zehn der 34 Begegnungen in der Arena konnte der Fußball-Zweitligist in den Saisons 2014/15 und 2015/16 mit einem dreifachen Punktgewinn beenden. Und Freitag (20.30 Uhr), im ersten Heimspiel der neuen Saison, rechnen wahrscheinlich die Wenigsten im Umfeld der Rot-Weißen damit, dass der gegnerische Trainer hinterher Friedhelm Funkel gratulieren muss.

Der Gegner ist der VfB Stuttgart, Bundesliga-Absteiger, 2007 zuletzt Deutscher Meister und neben Hannover 96 der große Favorit der 2. Liga. „In ihrem ersten Spiel gegen St. Pauli haben wir ihre Offensivpower gesehen. Mit der Hereinnahme von Maxim haben sie das Spiel gedreht und das Spiel glücklich aber nicht unverdient gewonnen“, sagt Funkel über das 2:1 der Schwaben gegen die Hamburger vom Montagabend.

Guter Mix aus Defensive und Offensive gegen die Schwaben

Die weiße Fahne hissen wollen Funkel und sein Team gegen die Stuttgarter zweifellos nicht. „Wir wissen, was auf uns zukommen wird und werden versuchen, ihnen mit allen Mitteln Paroli zu bieten“, erklärt der 62-Jährige. Der Auftritt in der zweiten Hälfte in Sandhausen hat Mut gemacht. Eine Tugend, die Fortunas Cheftrainer auch Freitag gegen den großen Favoriten einfordert. „Wichtig ist zudem, dass wir kompakt stehen und einen guten Mix zwischen der Defensive und der Offensive finden“, beschreibt Funkel die grundlegende Ausrichtung.

Voll des Lobes ist er vor allem über VfB-Trainer Jos Luhukay, seinen ehemaligen Assistenten. „Jos ist ein absoluter Fachmann und tadelloser Mensch, der dem Fußball alles unterordnet. Ich wünsche ihm den Aufstieg mit seinem Team, aber keine sechs Punkte gegen uns in den beiden Spielen.“ Der gebürtige Niederländer, der nach seinen ersten Trainerstationen in Straelen und Uerdingen Co-Trainer unter Funkel beim 1. FC Köln gewesen ist, peilt seinen vierten Bundesliga-Aufstieg an (Mönchengladbach, Augsburg, Hertha BSC). „Friedhelm weiß, wie es geht“, erwidert Luhukay die Lobeshymne. Auf die Frage, ob sein ehemaliger Assistent bald nicht vielleicht seinen Rekord von fünf Bundesliga-Aufstiegen angreifen würde, antwortete Fortunas Trainer schlagfertig: „Für ihn wäre es ja erst der vierte. Und danach arbeitet er sowieso nur noch in der Bundesliga.“

Die Fortuna sieht Funkel nicht chancenlos gegen den Topfavoriten. „Stuttgart und St. Pauli haben am Montag oberstes Zweitliga-Niveau gezeigt. Wir sind keine Spitzenmannschaft. Aber in einem Spiel hast du gegen jede deutsche Mannschaft eine Chance.“ Als Beispiel führte er das Heimspiel der Düsseldorfer gegen RB Leipzig aus der Vorsaison an. „Da haben wir 45 Minuten gezeigt, wie es gehen kann. Durch Kleinigkeiten haben wir diese Partie dann verloren. Aber das war eine unserer besten Halbzeiten.“

Helfen sollen im ersten Heimspiel der neuen Spielzeit die Zuschauer. „In Sandhausen haben die Fans uns jederzeit den Rücken gestärkt. Das hat gerade beim Rückstand geholfen. Jeder meiner Spieler freut sich jetzt auf die große Kulisse in der Arena. Das setzt Kräfte frei“, sagt Funkel, der mit seinem Team, wie schon in der Schlussphase der zurückliegenden Saison, wieder nach Krefeld fahren wird, um dort zu übernachten und noch einmal zu trainieren. „Ein bisschen Abstand von der gewohnten Umgebung ist wichtig. Deshalb behalten wir das bei. So können sich die Spieler noch einmal ganz anders fokussieren.“

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