Sascha Rösler bejubelt mit Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz (rechts unten) seinen Elfmeter-Treffer zum 1:0.
Sascha Rösler bejubelt mit Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz (rechts unten) seinen Elfmeter-Treffer zum 1:0.

Sascha Rösler bejubelt mit Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz (rechts unten) seinen Elfmeter-Treffer zum 1:0.

Kritisch beäugt ein Fortuna-Fan seine "neue" Heimstätte.

Bild 1 von 2

Sascha Rösler bejubelt mit Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz (rechts unten) seinen Elfmeter-Treffer zum 1:0.

Düsseldorf. Das große Gewöhnen an die „Mini-Arena“ dauerte am Freitagabend nicht lange. Die Fans der Fortuna waren gleich gut gelaunt, und das übertrug sich auf Zweitliga-Fußballer auf dem Rasen. Immerhin hatten die Gastgeber zuletzt elf Heimspiele in Folge nicht mehr verloren – und das sollte auch gegen Union Berlin so bleiben.

Mit 3:0 (2:0) triumphierten die Düsseldorfer gegen die Gäste, zeigten eine mehr als überzeugende Leistung und führten die Heimstärke auch in dem eigentlich fremden Stadion fort. Trainer Norbert Meier hatte die Fortuna wie erwartet aufgestellt: Statt der gesperrten Johannes van den Bergh (5. Gelbe Karte) und Jens Langeneke (Gelb-Rot) liefen Kai Schwertfeger links und Tiago in der Mitte der Abwehrreihe auf.

Ansonsten vertraute Meier den Akteuren, die Samstag zuvor das 2:1 bei Rot-Weiß Oberhausen erkämpft hatten. Und die Kollegen unterstützten die neu formierte Abwehrreihe von Beginn an, sorgten mit schnellem Attackieren für einige Ballgewinne. Nach einigen Halbchancen wurde es nach einer knappen Viertelstunde erstmals gefährlich, und als Ahmed Madouni der Ball im Strafraum an die Hand sprang, pfiff Schiedsrichter Christian Fischer und entschied sofort auf Strafstoß: Sascha Rösler verwandelte mit etwas Glück zum 1:0 (17.).

Anschließend spielten die Fortunen für ein paar Minuten wie entfesselt, die Gäste setzten zunächst nur rustikale Härte dagegen. Trotzdem kam die Fortuna zu guten Gelegenheiten, so köpfte Bernd Rauw einen Kopfball von Sascha Rösler noch für seinen bereits überwundenen Torwart Marcel Höttecke von der Linie (27.). Nicht lange danach legten die Fortunen nach: Einen desolaten Fehlpass von Berlins Dominic Peitz fing Andreas Lambertz ab, eine kurze Finte und flach damit ins linke Tor-Eck zum 2:0 (35.).

Damit konnte die Begegnung schon nicht mehr so enden wie die jüngsten acht (!) Aufeinandertreffen, bei denen jeweils nur ein Treffer (0:1 oder 1:0) gefallen war. Erschreckend schwach spielende Berliner machten die Premiere in der „Mini-Arena“ zu einem schönen Erlebnis in der untergehenden Sonne. Das wollten die Berliner offenbar auch ein wenig länger genießen, kamen schon fünf Minuten vor dem Anpfiff wieder aus den Container-Kabinen.

Aufstellung Ratajczak – Weber, Lukimya, Tiago, Schwertfeger – Fink (72. Costa), Bodzek – Lambertz, Beister (69. Dum) – Rösler (79. Jovanovic), Ilsö

Aufstellung Höttecke – Menz, Madouni, Rauw (68. Thomik), Kohlmann – Peitz, Göhlert – Mosquera, Mattuschka, Ede (46. Quiring) – Savran (46. Benyamina)

Christian Fischer (Hemer)

18.900

Tore: 1:0 (17./Foulelfmeter) Rösler, 2:0 (35.) Lambertz, 3:0 (67.) Ilsö

Tiago (2.), Fink (6.) / Madouni, Mosquera, Peitz, Rauw, Göhlert , Menz

Allerdings setzte sich dieser Vorwärtsdrang nicht auf dem Feld fort. Stattdessen nutzte Lambertz nach eher ereignislosen Minuten erneut einen schweren Fehler der Berliner Hintermannschaft, spielte direkt steil auf Ilsö, der Höttecke beim Treffer zum 3:0 (67.) keine Abwehrchance ließ.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Sache durch, das zeigten auch die prompten Einwechslungen durch Trainer Norbert Meier, der sowohl Sacha Dum als auch Claus Costa einiges an Spielzeit gönnte. Wenig später rollte die Welle über die Ränge, Vorteil der mit 18.900 Zuschauern nicht ganz ausverkauften Arena. Stürmer Maximilian Beister hatte es vorher schon gesagt: „Fast schade, dass es danach wieder abgebaut wird.“

Das könnten einige Fans ebenso sehen, strahlte doch die „Mini-Arena“ deutlich mehr Fußball-Tauglichkeit aus als die eigentliche und für das Tagesgeschäft der Fortuna überdimensionierte Heimspielstätte. Die Nähe der Zuschauer zum Spielfeld, ein bestens gepflegter grüner Rasen und echte Fußballatmosphäre statt Multifunktionalität.

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer