Fortunas Stürmer hat das Tor des Monats erzielt. Ein Tag vor dem Topspiel der 2. Liga erhält er die ARD-Medaille.

Stolz präsentiert Sascha Rösler sein Tor des Monats und die Medaille der ARD-Sportschau.
Stolz präsentiert Sascha Rösler sein Tor des Monats und die Medaille der ARD-Sportschau.

Stolz präsentiert Sascha Rösler sein Tor des Monats und die Medaille der ARD-Sportschau.

Christof Wolff

Stolz präsentiert Sascha Rösler sein Tor des Monats und die Medaille der ARD-Sportschau.

Düsseldorf. Geduldig hält Sascha Rösler die Medaille mit der goldenen “1“ in die Kameras. Er steht auf dem Rasen der Arena und zeigt die Plakette zunächst den Zuschauern der ARD-Sportschau, dann sind die heimischen Fotografen an der Reihe.

Der 33-jährige Stürmer von Fortuna Düsseldorf lässt alles mit stoischer Ruhe über sich ergehen. Sein Tor zum 1:0 gegen den VfL Bochum am 15. Juli ist zum Tor des Monats gewählt worden. 40 Prozent aller Stimmen waren auf den herrlichen Treffer des Fortunen entfallen. „Es war das schönste Tor meiner Karriere“, sagt Rösler. „Es war deshalb so außergewöhnlich, weil ich den Ball mit dem Rücken zum Tor ideal erwischt habe.“

Dabei hatte Rösler in der Szene zunächst Angst, „dass der Schiedsrichter abpfeift, weil ich meinen Gegenspieler vielleicht zu sehr geblockt habe“, erklärte Fortunas Stürmer. „Doch der musste das Tor unbedingt geben, weil die 30 000 Leute auf den Rängen ihm das wohl nie verziehen hätten.“ Und auch beim späteren TV-Studium hat Rösler erkannt, dass bei seinem Körpereinsatz alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

Für einen Sieg in Frankfurt muss alles passen

Dass es auch ein besonderes wichtiges Tor gewesen sei, könne man laut Rösler erst zum Schluss der Saison beurteilen. „Mit dem Treffer von Marco Christ zum 1:0 im Aufstiegsspiel gegen Werder Bremen im Mai 2009 kann man mein Tor sicherlich nicht vergleichen. Aber für uns ist jedes Tor wichtig“, sagt der Routinier, der sich sehr auf die heutige Aufgabe der Fortuna in Frankfurt freut. „Da können wir uns so richtig beweisen.“

„Ich freue mich inzwischen auf jedes Spiel ganz besonders. Es könnte ja das letzte sein.“

Sascha Rösler über seine Einstellung zu Spitzenspielen

Respekt haben er und seine Mannschaftskollegen vor dem Spiel beim Liga-Favoriten durchaus. Aber Angst vor dieser schweren Aufgabe sei nicht angebracht. „Wenn wir dort gewinnen wollen, muss alles passen, wir müssen dann eine sehr gute Leistung abrufen“, sagt Rösler, der wohl auf den ehemaligen Fortunen Bamba Anderson treffen wird, der inzwischen aus Gladbach am Main gelandet ist. „Er hatte ein gutes Jahr in Düsseldorf. Wir schauen aber jetzt nur auf uns und unser Spiel.“

Tor: Ratajczak
Abwehr: Weber, Lukimya, Langeneke, van den Bergh
Mittelfeld: Fink, Bodzek, Lambertz, Beister
Angriff: Rösler, Bröker

Das bisher letzte Pflichtspiel-Duell der Fortuna mit Frankfurt datiert aus der Zweitliga-Spielzeit 1997/98 – im Rheinstadion gab es in der Rückserie ein 0:0. Der heutige Eintracht-Torwart Oka Nikolov war damals schon dabei. Für Fortuna-Trainer Norbert Meier ist das bisher letzte Treffen mit der Eintracht auch lange her: Vor sechs Jahren verlor er mit dem MSV Duisburg 0:1. Torschütze damals war Alexander Meier. Ausgerechnet sein Namensvetter hat in der laufenden Zweitliga-Saison fünf Treffer erzielt.

Erste Infos zum Spiel der Fortuna in Frankfurt erhalten Sie bereits ab 21.05 Uhr auf unsrer Homepage. Eine Bildergalerie wird ebenfalls im Laufe des abends dann folgen.

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