Schönreden hält Fortunas Torhüter nach dieser unnötigen Niederlage für gefährlich.,

Eine einzige gute Szene reichte den Fürthern, um die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Fortunas Torhüter Michael Rensing hat gegen Robert Zulj aus kurzer Entfernung keine Chance.  (Wolff)
Eine einzige gute Szene reichte den Fürthern, um die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Fortunas Torhüter Michael Rensing hat gegen Robert Zulj aus kurzer Entfernung keine Chance. (Wolff)

Eine einzige gute Szene reichte den Fürthern, um die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Fortunas Torhüter Michael Rensing hat gegen Robert Zulj aus kurzer Entfernung keine Chance. (Wolff)

Eine einzige gute Szene reichte den Fürthern, um die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Fortunas Torhüter Michael Rensing hat gegen Robert Zulj aus kurzer Entfernung keine Chance. (Wolff)

Düsseldorf. Langsam machen sich die Fortuna-Fans echte Sorgen. Ein Tor und ein Punkt aus vier Spielen nach der Winterpause sorgen für eine besorgniserregende Bilanz. Wieder gelang der Fortuna kein eigener Treffer. Und erneut passen die ersten 45 Minuten bei der 0:1 (0:1)-Niederlage in Fürth unter die Überschrift „Da passiert (vorne) einfach zu wenig“.

Friedhelm Funkel wählte klare Worte: „Wir können jetzt nicht mehr mit einem Lächeln zum Training kommen.“ Übersetzt heißt das vor dem Spiel am kommenden Samstag gegen Heidenheim sind Malochen, Klartext reden und schonungslose Aufarbeitung der Fehler von Fürth angesagt. „Wir dürfen jetzt aber nicht hektisch werden und alles in Frage stellen“, sagte Funkel.

Doch nur das Spielglück einzufordern, wie es der Fortuna vielleicht in der Hinrunde zur Seite gestanden hat, reiche nicht, weil sich die Mannschaft im Teufelskreis befindet. Zu wenig Selbstvertrauen bedeutet weniger Risikobereitschaft und kaum noch Angriffsschwung. So fallen keine Tore und das Vertrauen in die eigene Stärke nimmt immer mehr ab. „Wir benötigen dringend ein Erfolgserlebnis, ansonsten gibt es keinen Knopf, den man drücken muss, damit alles besser wird“, sagte Fortunas Cheftrainer, der aber nicht von einer Krise reden wollte. „Dieses Wort nehme ich nie in den Mund, das ist nur ein Begriff der Medien. Wir befinden uns in einer schwierigen Situation.“

Einstellung und Abstände in der ersten Hälfte stimmten nicht

Auch Michael Rensing hat den Ernst der Lage erkannt. „Wir dürfen nach diesen Leistungen nicht zu ruhig bleiben und das auch noch ins Positive drehen“, sagte Fortunas Torwart, der seine Mitspieler wach rüttelt: „Es muss etwas passieren, es geht nicht an, dass wir einfach wieder zur Normalität übergehen, locker zum Training kommen, unsere Sache machen und dann wieder gehen.“ Über die Basics müsse man nicht reden. „Die Einstellung muss stimmen. Da passten in der ersten Hälfte auch die Abstände nicht.“

Egal, welche Systeme gespielt werden, dass dürfe kein Alibi sein. „Aus solchen Situationen kommt man nur raus, wenn man noch mehr arbeitet“, sagte Rensing. „Aber wir kriegen das hin.“ Davon ist auch Oliver Fink überzeugt, der nach den 90 Minuten allerdings ziemlich ratlos wirkte, auch weil er selbst nicht seinen besten Tag hatte. „Wir dürfen uns jetzt nicht aus der Bahn werfen lassen. Sondern nur weiter hart arbeiten, dann werden wir auch wieder Erfolg haben und unser Tor machen.“

Fink: So ein Eiertor schießen wir in unserer Verfassung nicht

 Megyeri - Caliguiri, Franke, Gießelmann,- Hofmann, Sontheimer (53. Pinter) - Narey, van den Bergh - Zulj (90. Sararer) - Dursun, Bolly (65. Berisha)

Renmsing - Schauerte (66. Kiesewetter), Akpoguma, Ayhan, Schmitz - Biodzek - Bebou, Fink, Sobottka (77. Iyoha), Bellinghausen (46. Gartner) - Hennings;

Ersatzbank: Unnerstall, Yildirim, Ferati, Bormuth

Patrick Alt (Hausweiler); 7978 Zuschauer;

Gelbe Karte: Sontheimer, Dursun / Fink (4.), Bebou (3.), Gartner (2.)
 

 Marcel Franke / Adam Bodzek

Tor 1:0 (40.) Zulj; Spielnote 4-

Der Kapitän macht aber auch klar, dass die Mannschaft jetzt einen kleinen Rucksack mitschleppt: „Wir sind nicht so aus dem Winter herausgekommen, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte Fink, der auch das beeinträchtigte Selbstvertrauen als Grund anführte, dass nicht alles von allein laufen will und auch das Glück derzeit nicht erzwungen werden kann. „Klar, wir müssen uns vorwerfen lassen, dass es wieder einmal nach vorne zu wenig war.“

Damit meint Fortunas Kapitän, dass zwei oder drei gute Möglichkeiten über 90 Minuten einfach zu wenig seien. „Wir müssen in einer Phase, in der wir uns jetzt befinden, 90 Minuten Vollgasfußball spielen.“ Und hinten gut stehen, sei eine wichtige Voraussetzung. „Wenn nicht, fällt so ein Eiertor, das wir in unserer augenblicklichen Verfassung nicht schießen können.“

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