Seit dem Erfolg in Bochum erkennt Fortunas Torhüter eine gewisse Lockerheit. Vor dem Spiel gegen 1860 ist er „guter Dinge“.

SpVgg Greuther Fürth - Fortuna Düsseldorf
Michael Rensing in Aktion.

Michael Rensing in Aktion.

Fortuna bejubelt das 3:0 in Karlsruhe. Michael Rensing ist obenauf.

Daniel Karmann, Bild 1 von 2

Michael Rensing in Aktion.

Düsseldorf. Michael Rensing ist kein Spieler, der normalerweise zu Überschwang oder unkontrollierter Euphorie neigt. In Karlsruhe ließ er sich es aber nicht nehmen, 70 Meter über den Platz zu eilen und oben auf die Jubeltraube der Fortuna-Spieler zu springen, nachdem Rouwen Hennings kurz zuvor das entscheidende 3:0 erzielt hatte. Fortunas Torhüter sprach danach von diesem Erfolg als ein „Meilenstein“ innerhalb des Saisonverlaufs.

Doch so ganz zufrieden ist Rensing noch nicht, er will mit seiner Mannschaft jetzt unbedingt einen Heimsieg nachlegen. „Wir wollen da weitermachen, wo wir aufgehört haben“, sagt Fortunas Nummer 1. „Deshalb hätten wir auch gerne ohne Pause direkt wieder gespielt.“ Doch den Schwung will die Fortuna trotzdem gerne mitnehmen, obwohl die Bilanz als 16. der Heimtabelle und nur drei Erfolgen auf eigenem Platz im bisherigen Saisonverlauf nicht gerade ermutigend ist. „Diese Diskrepanz war mir gar nicht so bewusst“, sagt Rensing, der viermal auf eigenem Platz die Null hielt. Wenn der Gegner in der Arena einen Treffer erzielt hat, konnte die Fortuna diese Spiele auch nicht gewinnen. Übringes hielt Rensing auswärts im Ligabetrieb sechsmal seinen Kasten sauber. „Warum das so ist, weiß ich auch nicht.“

Eine Art Derby ist das Spiel für den Ex-Bayern schon lange nicht mehr

Die Statistiken interessieren Fortunas Torhüter auch nicht besonders. „Ganz sicher bin ich mir zwar nicht, dass wir gewinnen, aber die Chancen sind nach den drei guten Spielen zuletzt nicht so schlecht“, meint Rensing. „Wir haben uns stetig gesteigert, und auch das Selbsttrauen und mehr Lockerheit sind jetzt da. Deshalb bin ich guter Dinge.“ Rensing glaubt, dass seine Mannschaft die schwierige Phase mit wenigen Toren und Punkten hinter sich habe und dabei auch gewachsen sei. „Der Sieg in Bochum war so, als hätte jemand ein Ventil aufgedreht“, sagt der 32-Jährige.

Dass es für Rensing als Ex-Bayern-Spieler so etwas wie ein Derby ist, wenn er am Freitag (18.30 Uhr/Arena) gegen 1860 München antritt, ist für den Torhüter überhaupt kein Thema. „Da müsste ich schon suchen. Die Löwen sind inzwischen ein Gegner wie jeder andere auch, obwohl ich schon seit der B-Jugend regelmäßig mit den Roten gegen die Blauen gespielt habe. Da ist jetzt aber auch keiner dabei, den ich noch kenne.“ Außer Michael Liendl. Doch der ist ein Ex-Fortune und ein guter Standardschütze, den Rensing während des Spiels im Blick haben wird.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer