Fortuna spielt gegen SC Paderborn 0:0. Offensiv gibt es wenig Aufregendes zu sehen, aber hinten ist für Meier „alles in Ordnung“.

Maximilian Beister zeigt hier nicht nur sein künstlerisches Talent als Akrobat, sondern war bei Fortuna gegen Paderborn der auffälligste Spieler.
Maximilian Beister zeigt hier nicht nur sein künstlerisches Talent als Akrobat, sondern war bei Fortuna gegen Paderborn der auffälligste Spieler.

Maximilian Beister zeigt hier nicht nur sein künstlerisches Talent als Akrobat, sondern war bei Fortuna gegen Paderborn der auffälligste Spieler.

Wolff

Maximilian Beister zeigt hier nicht nur sein künstlerisches Talent als Akrobat, sondern war bei Fortuna gegen Paderborn der auffälligste Spieler.

Düsseldorf. Wenn Fortuna-Trainer Norbert Meier Spiele sammeln würde, hätte ihm ein schäbiges 0:0 wie gegen den SC Paderborn sicher bisher noch gefehlt. Wenn es überhaupt etwas Positives zu bemerken gab, dann dass die Düsseldorfer nach fünf Gegentreffern am Montag diesmal hinten kein Tor kassierten. „Nach dem Augsburg-Spiel war es wichtig, dass wir hinten kompakt stehen“, sagte Innenverteidiger Assani Lukimya.

Die 18 536 Zuschauer in der Arena hätten lieber ein Spiel der Fortuna mit offenem Visier erlebt. „Eine Serie, wie wir sie zuvor hingelegt haben, weckt natürlich Erwartungen“, erklärt Norbert Meier. „Aber nicht alle Spiele laufen in die gleiche Richtung, und wir können jeden Gegner mal so eben aus dem Anzug schießen.“

Meier: Wir können nicht an 34 Spieltagen in Höchstform spielen

Auch Fortunas Trainer versuchte, die positiven Aspekte hervorzuheben: „Obwohl nur wenige meiner Spieler Normalform zeigten, sind wir trotzdem nicht unruhig geworden und haben souverän hinten die Null gehalten.“ Man könne nicht über 34 Spieltage in Höchstform spielen. Und wenn man dann noch einen Punkt behalte, wenn nur wenig im Spiel stimmt, sei es ja noch gut.

Dass die Fortuna nicht unbedingt nach vorne spielen musste, weil die Tabellensituation die Mannschaft derzeit nicht unter Druck setzt, war die eine Seite. Negativ fiel aber auch ins Gewicht, dass mit dem schon länger verletzten Andreas Lambertz und dem Gelb gesperrten Oliver Fink Spieler fehlten, die Ideen und Kreativität im Spiel nach vorne garantieren. Und auch Thomas Bröker blieb 90 Minuten auf der Bank.

„Wenn man sich nicht bewegt, kommt man auch nicht nach vorne.“

Adam Bodzek, Fortunas Mittelfeldspieler

Dass Norbert Meier statt auf den spielstarken Marco Christ eher auf Claus Costa als Ersatz für Oliver Fink setzte, war bei den nicht so ausgeprägten Defensiv-Qualitäten der beiden Flügelspieler Patrick Zoundi und Maximilian Beister nicht verwunderlich. Christ bekam allerdings auch im weiteren Verlauf des Spiels keine Chance, für eine Belebung des Offensivspiels zu sorgen. „Das spricht nicht gegen Marco“, sagte Meier zwar, aber die Zeit des Aufstiegshelden scheint sich bei der Fortuna dem Ende zuzuneigen.

Immerhin kann Sascha Dum immer mehr die Erwartungen von Trainer und Fans erfüllen. „Ich war mir eigentlich sicher, dass Bodze das Tor macht, weil er einen guten Schuss hat“, sagte der Außenstürmer zur Situation in der 83. Minute, als er von der Außenlinie geschickt zurückpasste und Adam Bodzek frei zum Schuss kam. „Schade, dass sich da noch jemand couragiert in den Schuss reinwerfen konnte.“ Dum will sich „am liebsten“ die beiden nun fehlenden Punkte am kommenden Wochenende in Duisburg holen. Dort muss die Fortuna allerdings wieder mehr Engagement zeigen, um im Derby zu bestehen.

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