Bis zu 300 gewaltbereite Frankfurter reisen früher an.

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Rückblick: Gewaltbereite Fans aus Rostock sorgten 2010 für Trubel in der Altstadt.

Rückblick: Gewaltbereite Fans aus Rostock sorgten 2010 für Trubel in der Altstadt.

Felix Linde

Rückblick: Gewaltbereite Fans aus Rostock sorgten 2010 für Trubel in der Altstadt.

Düsseldorf. Um 20.15 Uhr wird am Montag das Spitzenspiel der Fortuna gegen Eintracht Frankfurt angepfiffen. Doch der Einsatz der Polizei beginnt wesentlich früher: Ab 12 Uhr werden in der Altstadt rund 1000 Gästefans erwartet.

„Darunter mehrere hundert Problemfans, die uns aus Frankfurt gemeldet wurden“, sagt Einsatzleiter Hans-Joachim Kensbock-Rieso.

250 bis 300 bekannte Gewalttäter könnten es sein. Und das lockt laut Kensbock-Rieso erfahrungsgemäß auch Düsseldorfer Problemfans an – Sven Mühlenbeck, Sicherheitsbeauftragter bei Fortuna, bezeichnet das Verhältnis der beiden Gruppen als „feindschaftlich“.

„Wir müssen unbedingt verhindern, dass Unbeteiligte mit Gewalt dieser Fußballtouristen konfrontiert werden“, so der Einsatzleiter. „Man wird deshalb sehr viel Polizei sehen.“ Mehrere Hundertschaften, Reiter- und Hundestaffel werden im Einsatz sein – weit mehr Kräfte als etwa beim Risikospiel gegen Dynamo Dresden Ende vergangenen Jahres. „Die Vermischung von Fans vor dem Spiel unterscheidet diesen Einsatz von allen anderen“, sagt Kensbock-Rieso. Er appelliert an alle Altstadt-Besucher, Abstand zu halten, sollte es zu Randale und einem Eingreifen der Polizei kommen.

Keine U-Bahn zum Gästeblock, stattdessen fahren Shuttlebusse

Die Busse der Frankfurter sollen am Robert-Lehr-Ufer halten. Idealerweise sollten die Fans mit diesen dann auch zum Stadion fahren. Klar ist: „Mit der U-Bahn erreicht niemand den Gästeblock“, erklärt der Einsatzleiter. Es gebe von der Heinrich-Heine-Allee vielmehr Shuttlebusse für die Eintracht-Anhänger. In einem Fanbrief hat die Düsseldorfer Polizei die Gäste im Vorfeld informiert.

Auch der Rest der erwarteten 6000 Frankfurter wird wohl mehrheitlich mit Autos und Bussen anreisen. Problemfans und gewaltbereite Gruppen, die in Kolonnen fahren, sollen dabei nicht erst auf der Autobahn nahe Düsseldorf ins Visier genommen werden.

„Wir beginnen bereits bei deren Abfahrt in Frankfurt“, sagt Kensbock-Rieso. Bislang gebe es aber „keine konkreten Hinweise“, dass sich Hooligans beider Vereine zu Auseinandersetzungen verabredet hätten.

Vom Gäste-Parkplatz P2 aus soll die Fan-Trennung dann konsequent durchgezogen werden. „Wir haben mehr als 750 Ordner im Einsatz“, sagt Sven Mühlenbeck. Und: In der Arena herrscht am Montag Alkoholverbot.

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