Peter Hermann folgt nicht dem Geld, sondern eher dem Ruf eines Freundes. Funkel bedankt sich für freundschaftliches Teamwork.

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Zum letzten Mal vor seinem Wechsel auf der Fortuna-Trainerbank: Peter Hermann (2.v.l) sitzt in Ratingen neben Friedhelm Funkel (l.), Torwarttrainer Claus Reitmaier und Teammanager Sascha Rösler (r.).

Zum letzten Mal vor seinem Wechsel auf der Fortuna-Trainerbank: Peter Hermann (2.v.l) sitzt in Ratingen neben Friedhelm Funkel (l.), Torwarttrainer Claus Reitmaier und Teammanager Sascha Rösler (r.).

Mit Tränen in den Augen verabschiedet sich Peter Hermann.

Christof Wolff, Bild 1 von 2

Zum letzten Mal vor seinem Wechsel auf der Fortuna-Trainerbank: Peter Hermann (2.v.l) sitzt in Ratingen neben Friedhelm Funkel (l.), Torwarttrainer Claus Reitmaier und Teammanager Sascha Rösler (r.).

Düsseldorf. Es muss ein dickes Band geben zwischen Jupp Heynckes und Peter Hermann. Und fast ebenso fest ist die Bindung zwischen Hermann, der Fortuna und Friedhelm Funkel. Sonst hätte der Co-Trainer von Fortuna Düsseldorf keine Tränen verdrücken müssen. Als er im Vorraum der Leichtathletikhalle stand, gegenüber dem Trainingsquartier der Fortuna, und erklärte, dass er die Vereinsführung der Fortuna gebeten habe, seinen Vertrag beim Zweitligisten aufzulösen, gingen ihm die Worte nicht so leicht über die Lippen.

„Für die Spieler und Friedhelm tut es mir sehr leid. Dieser Schritt ist mir sehr, sehr schwergefallen“, sagte Hermann, der allerdings auch nicht ausschloss, irgendwann einmal zur Fortuna zurückzukehren. „Auch wenn ich es sehr bedauere, dass Peter Hermann unser Trainerteam verlässt, kann ich seinen Wunsch verstehen“, sagte Friedhelm Funkel. „Er möchte seinem Freund Jupp Heynckes helfen. Ich bedanke mich bei Peter für die vertrauensvolle und freundschaftliche Zusammenarbeit.“ An den Saisonzielen werde sich allerdings nichts ändern, meinte Fortunas Cheftrainer.

Wer in die Fußstapfen von Hermann tritt, ist noch offen

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Foto: josmu

Mit Tränen in den Augen verabschiedet sich Peter Hermann.

Der Anteil von Peter Hermann am gegenwärtigen Erfolg ist nicht zu unterschätzen. Wer das Training des Zweitligisten einmal beobachtet hat, der weiß, dass Hermann alle Übungen dirigierte, während Funkel meist die Rolle des Beobachters innehatte. Auch taktisch soll Hermann durch seine große Erfahrung viel mit ins Teamwork mit Funkel eingebracht haben. Der 65-Jährige ist zwar hemdsärmelig und vermeidet es möglichst, in der Öffentlichkeit zu stehen. Aber gerade seine freundliche Art – ohne erhobenen Zeigefinger wird von den Profis von Fortuna Düsseldorf sehr geschätzt, so dass auch der menschliche zum sportlichen (Wert-)Verlust hinzukommt. „Ich glaube, auch den Spielern wird der Abschied nicht so leicht fallen“, sagte Hermann.

Fortuna verliert im bekanntesten Co-Trainer Deutschlands einen fleißigen und akribischen Arbeiter. Die Nachfolge-Suche dürfte durch die ausgehandelte Garantiesumme als Ablöse vielleicht nun etwas leichter fallen. » Sport S. 9

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