In Marbella setzt der 21-Jährige offensiv und defensiv Akzente – nun hofft er auf seine Chance.

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Ivan Paurevic (l.) arbeitet auch im Training hart, das spürt hier auch Teamkollege Robbie Kruse.

Ivan Paurevic (l.) arbeitet auch im Training hart, das spürt hier auch Teamkollege Robbie Kruse.

Christof Wolff

Ivan Paurevic (l.) arbeitet auch im Training hart, das spürt hier auch Teamkollege Robbie Kruse.

Düsseldorf. Auf dem Trainingsplatz im Marbella-Sport-Center ist Ivan Paurevic nicht zu übersehen. Sicherlich auch wegen seiner Größe von 1,94 Metern. Der Deutsch-Kroate ist so etwas wie der Gewinner des Trainingslagers. In den Übungsspielen hat er sich sowohl defensiv wie offensiv als spielerische Größe beweisen können.

„Der Trainer hat mit mir darüber gesprochen und ist sehr zufrieden mit mir. Ich versuche, meine Leistung zu stabilisieren, und es macht riesig Spaß“, sagt der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler, der auch im Testspiel gegen Mons (siehe Artikel links oben) keine schlechte Figur abgab. Diesmal durfte er von Anfang an auflaufen. Im ersten Test in Marbella gegen den FSV Mainz 05 (0:3) hatte er noch ganz zuschauen müssen.

„Ich kann nicht beeinflussen, was um mich herum passiert“

„Die jungen Spieler rutschen ein wenig nach hinten“, hatte Wolf Werner noch erklärt, als die neuen Spieler Omae und Bolly verpflichtet wurden. Deshalb wurde direkt spekuliert, ob Paurevic zu den Spielern zählen könnte, die ausgeliehen werden, weil sie ohnehin im vergrößerten Kader keine Chance mehr haben, in dieser Saison noch mal zum Einsatz zu kommen.

„Ich kann nicht beeinflussen, was um mich herum passiert. Aber wenn ich weiter Vollgas gebe, sehe ich schon meine Chance, weil der Trainer jederzeit auf mich zurückgreifen kann“, sagte der 21-Jährige. Das hat Norbert Meier bereits getan, als das Bundesliga-Auswärtsspiel im November in Dortmund anstand. Paurevic sprang ein, weil Oliver Fink, Jens Langeneke und Stelios Malezas nicht spielen konnten.

Für Adam Bodzek, der in die Abwehrzentrale rückte, lief „Paure“ im Mittelfeld auf und überzeugte als Ex-Dortmunder vor 80 000 Zuschauern beim 1:1 der Fortuna. Doch dabei sah er die Gelb-Rote Karte. „So ist Fußball, da war ich wieder weg vom Fenster. Aber ich habe mich da für die Mannschaft geopfert.“ Trotzdem sei es ein kleiner Karriere-Höhepunkt für ihn gewesen. „Das erste Spiel zu machen, in Dortmund und dann noch unerwartet einen Punkt zu holen, war schon traumhaft.“

Am kommenden Sonntag findet der Stadtwerke-Wintercup in der Arena ab 14 Uhr statt. Im ersten Spiel stehen sich Borussia Dortund und Fortuna Düsseldorf gegenüber. Im zweiten Halbfinale, das ebenfalls 45 Minuten dauern wird, treffen Standard Lüttich und der FSV Mainz 05 aufeinander. Die Fortuna teilte mit, dass der Club mit insgesamt 20 000 Zuschauern rechnet.

Paurevic hofft, dass er noch mal zeigen darf, was er kann. Denn er möchte seinem Trainer dauerhaft beweisen, dass der Verein mit seiner Verpflichtung richtig gelegen hat. „Fußball ist ein Tagesgeschäft, da kann so viel passieren“, sagte Paureviv, der zuletzt auch noch für die kroatische U 21-Nationalmannschaft aktiv war. „Dafür bin ich jetzt zu alt, aber es wäre schon ein Traum, irgendwann für die A-Nationalmannschaft Kroatiens spielen zu dürfen.“

Der 21-Jährige ist erster Nachrücker für die Position als Sechser

Doch dazu braucht Paurevic möglichst viele Einsätze in der Bundesliga, denn in der Nationalelf der Kroaten herrscht ein ähnlicher Konkurrenzkampf wie bei der Fortuna. Spielt Bodzek weiterhin in Fortunas Abwehr, ist Paurevic der erste Nachrücker für die Position als Sechser und käme bei einer Verletzung oder Sperre der erfahreneren und offensichtlich gesetzten Oliver Fink und Andreas Lambertz in die Mannschaft.

Vor allem ein Heimspiel würde Paurevic gerne möglichst schnell auf dem Rasen der Arena erleben. „Darauf arbeite ich hin.“ Als Ex-Dortmunder weiß er, was gute Stimmung bedeutet. „Aber unsere Fans müssen sich ganz bestimmt nicht hinter den BVB-Anhängern verstecken“, sagt Fortunas Mittelfeld-Riese. Und auch er selbst muss sich spätestens seit den Tagen in Spanien nicht mehr nur hinten anstellen.

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