Oliver Reck gibt allen eine Chance. Pohjanpalos Tore bestätigen den Trainer der Fortuna.

Hoffer
Jimmy Hoffer

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Jimmy Hoffer

Düsseldorf. Oliver Fink ist auf dem Wege der Genesung. Ihlas Bebou kommt auch in absehbarer Zeit ins Training der Mannschaft zurück. Und das Lazarett ist nach den leichten muskulären Problemen von Christian Weber und Michael Liendl sowie der Adduktorenverletzung von Andreas Lambertz und dem Sehnenriss von Heinrich Schmidtgal recht spärlich besetzt.

Oliver Reck lehnt es aber ab, von einem Luxusproblem zu sprechen, wenn er nach den großen Konkurrenzkampf im Kader gefragt wird. Wir sprachen mit dem Trainer der Fortuna über dieses Thema.

Wie schaffen Sie es, alle Spieler so bei Laune zu halten, dass alle an ihre Chance glauben, irgendwann in der Startelf zu stehen?
Oliver Reck: Ich habe von Anfang an gesagt, dass wir alle Spieler brauchen und jeder seine Chance erhält. Dafür wurde ich belächelt. Wir haben viele Möglichkeiten und es ist gut so, dass dieser Zustand konstant so anhält. Aber dafür müssen sich die Spieler auch immer wieder anbieten. Hätte Jackson (Christopher Avevor, Anm. der Red.) im Testspiel in Eindhoven nicht eine so gute Leistung gezeigt, wäre er wohl auch noch nicht in der Startelf wie zuletzt gewesen. Zudem tut eine Pause auch einem so jungen Spieler wie Christian Gartner mal gut.

Werden also Spieler, die hinten dran sind und sich zeigen, auch belohnt?
Reck: Ja, das gilt für das Training, aber auch für die Testspiele, dass sich die Spieler wieder in den Fokus spielen können. So versuche ich mit jedem einzelnen umzugehen.

Das muss also nicht so sein, dass man möglichst immer mit der gleichen Elf antritt, sondern auch Trainingsleistungen belohnt?
Reck: Man muss jedem Spieler die Chance geben und ihn belohnen. Sonst mache ich mich der Mannschaft gegenüber unglaubwürdig. Jeder Spieler ist bei mir wichtig. Im Dezember haben wir drei Spiele in kürzester Zeit. Ich gehe sicher davon aus, dass wir nicht alle Spiele mit den gleichen elf Spielern beginnen werden.

Selbst ein Spieler wie derzeit Timm Golley sollte also seine Chance suchen?
Reck: Er war länger verletzt und krank, hat dann in der U 23 gut gespielt. Zuletzt hat er von uns ein spezielles Programm mitbekommen, weil wir glauben, dass das normale Programm nicht ausreicht. Für ihn gilt das also genauso.

Ein Erwin Hoffer, der vorher sehr erfolgreich war oder ein Bruno Soares haben keine Probleme damit, dass Sie jetzt auf andere Spieler setzen?
Reck: Bruno kämpft, wieder in der Startelf zu stehen, aber er weiß auch, dass Jonathan uns einen Tick stärker macht. Und Jimmy Hoffer wird wieder spielen. Er hat bei mir seine Chance bekommen und weiß, dass er nicht außen vor ist. Jeder weiß auch, wie wichtig er für uns ist.

Was macht Joel Pohjanpalo vor dem Tor so gefährlich?
Reck: Ein Stürmer wächst natürlich mit dem Selbstvertrauen. Das Besondere an ihm ist, dass er nie aufsteckt und es nach einer misslungenen Aktion sofort besser machen will. Er ist sehr ernsthaft im Training und im Spiel. Das wurde mit den vielen Toren belohnt.

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