Der 30-jährige Defensiv-Spezialist wird am Samstag gegen Bayern München fehlen. Er hat noch nie gegen den Top-Klub gespielt.

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Oliver Fink hat bislang alle Saisonspiele absolviert.

Oliver Fink hat bislang alle Saisonspiele absolviert.

Christoph Wolff

Oliver Fink hat bislang alle Saisonspiele absolviert.

Düsseldorf. Die Fortuna-Fans zählen die Tage und Stunden bis zum größten und faszinierendsten Heimspiel der Bundesliga-Saison. Mit dem heutigen Vormittagstraining startet für die Fußballprofis des Bundesliga-Aufsteigers der letzte Countdown. Am Samstag kommt Bayern München in die ausverkaufte Arena. Da will natürlich jeder im Düsseldorfer Kader dabei sein. Für Oliver Fink bleibt das aber ein Traum.

Ausgerechnet gegen die großen Bayern wird er fehlen. Die Gelb-Rote Karte beim 0:1 in Mainz am sechsten Spieltag bedeutet ein Spiel Sperre.

In Fürth erzielte Fink sein erstes Bundesligator

Höchst ärgerlich findet er das, vermeidbar war es auch. Fink hatte zwölf Minuten vor Schluss zu einer Grätsche kurz vor der Strafraumgrenze angesetzt: „Ich habe noch zurückgezogen, darf aber nicht so hingehen, wenn ich schon Gelb habe. Da hätte ich cleverer sein müssen.“ Das Schuldbewusstsein nutzt indes nicht viel. Ausgerechnet gegen Bayern München fehlt Fink.

„Das stört mich brutal“, sagt Fortunas Defensiv-Versicherung vor der Abwehr. Alle acht Pflichtspiele absolvierte der 30-Jährige bislang von der ersten bis zur letzten Minute, erzielte in Fürth sogar sein erstes Bundesligator. Mal abgesehen davon, dass er taktisch neben Adam Bodzek eine Lücke reißt, ist die Strafe für den gebürtigen Hirschauer immens hoch.

„Das stört mich brutal.“

Oliver Fink, der gegen Bayern München gesperrt ist

Bevor er 2009 nach Düsseldorf kam, hatte Fink sieben Jahre bei Jahn Regensburg, Wacker Burghausen und der SpVgg Unterhaching gekickt. Immer im Süden, unweit von München und immer im mächtigen Schatten der Bayern. Gegen die Reserve des Rekordmeisters hat Fink schon mal gespielt, in der Regionalliga Süd und der 3. Liga – übrigens auch in fünf Spielen noch nicht verloren. Aber gegen die „großen“ Bayern ging es noch nicht.

Bellinghausens Chance auf die Startelf ist gewachsen

Auf dieses Vergnügen könnte sich jetzt wohl Axel Bellinghausen freuen, der durch Andreas Lambertz’ Verletzung in die Startelf in Mainz gerutscht war und sich ordentlich präsentiert hatte. Der genesene Lambertz würde sich als „Doppel-Sechs“ mit Bodzek den in dieser Saison noch ungeschlagenen Münchenern stellen, Bellinghausen würde im linken Mittelfeld anfangen.

Oliver Fink muss dann wie rund 54 000 Zuschauer auf der Tribüne der Arena Platz nehmen. Wenn der Countdown am Samstag, 15.30 Uhr, abgelaufen ist, dürfte Fink sicher zu den wenigen gehören, die darunter mehr leiden als Freude am Gastspiel der Bayern zu haben. Es sei denn, seine Mannschaftskollegen schaffen am Ende die Sensation.

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