Ex-Bremer erzielt beim Sieg über Ahlen das 2:0 für die Fortuna und kann endlich überzeugen.

Fortunas Stürmer Torsten Oehrl jubelt nach seinem Treffer zum 2:0.
Fortunas Stürmer Torsten Oehrl jubelt nach seinem Treffer zum 2:0.

Fortunas Stürmer Torsten Oehrl jubelt nach seinem Treffer zum 2:0.

Christof Wolff

Fortunas Stürmer Torsten Oehrl jubelt nach seinem Treffer zum 2:0.

Lange wird Norbert Meier wohl vorher nicht überlegt haben. Stürmer Torsten Oehrl hatte zwar bei der 0:2-Niederlage in Augsburg als Ersatzmann von Ranisav Jovanovic ein eher mäßiges Spiel gezeigt. "Ich war mir nicht sicher, aber ich habe schon gehofft, zu spielen", sagte Oehrl. Der Ex-Bremer hatte auch bei einem Heimspiel noch keine Chance von Anfang an bekommen. Die erhielt er am Freitag gegen Rot-Weiß Ahlen und nutzte sie unter den Augen seiner aus Oberfranken angereisten Eltern eindrucksvoll.

Was mit einigen nervösen Aktionen und versprungenen Bällen begonnen hatte, sollte zu einem der besten Auftritte des 24-Jährigen in seiner (Zweitliga-)Karriere werden. Beim 1:0 nach einer halben Stunde war Oehrl zwar nur Statist, aber sechs Minuten später hatte er sich geschickt von seinem Gegenspieler gelöst und erhielt von Christian Weber einen 30-Meter-Pass genau in den Fuß. Fünf Meter und wenige Sekunden ließ er sich Zeit, um dann mit einem herrlichen Schuss an den Innenpfosten und zum 2:0 den Angriff abzuschließen.

Sein erster Weg führte Richtung Eckfahne. Es war ihm anzusehen, dass eine große Last von seinen Schultern gefallen war, der Jubel der Kollegen war entsprechend. Die kleinen technischen Fehler der ersten halben Stunde waren vergessen, plötzlich lief es für den Winterzugang der Fortuna. Der zweite geniale Moment für Oehrl sollte in der 44. Minute folgen. Mit einem herrlichen Steilpass schickte er Martin Harnik in den Ahlener Strafraum. Der schob den Ball zum 3:0 (elfter Saisontreffer) an Ahlens Torhüter Sascha Kirschstein vorbei ins Tor. "Ich hoffe, Martin revanchisert sich in einem der nächsten Spiele", flachste Oehrl.

Der Zugang hat auch in der zweiten Hälfte einen Riesenspaß

Das Spiel war entschieden, trotzdem hatte Oehrl auch Riesenspaß an der zweiten Hälfte. In den Zweikämpfen wirkte er nun selbstbewusster und geschickter. Und nach einer guten Stunde spielte der Angreifer erneut den Vorbereiter. Im Strafraum erreichte sein noch abgefälschter Pass Sebastian Heidinger. Der brauchte zum 4:0 nur abzustauben. Ein wenig schwieriger war da schon Oehrls Direktabnahme, die knapp am Tor vorbeistrich (72.). Es war die letzte seiner vielen guten Aktionen, denn zwölf Minuten vor Schluss durfte er sich bei seiner Auswechslung den verdienten Applaus der Fans abholen. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen", sagte Oehrl, "ich hatte so gehofft, dass so etwas heute passiert."

Über die starke Leistung von Oehrl freuten sich auch Trainer und Geschäftsführer. "Das Tor war eine Befreiung", sagte Meier. Und Werner stellte fest, dass sich Oehrl "endlich an auf das Tempo der 2. Liga eingestellt hat".

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