Fortunas Trainer ist mit dem Ablauf des Trainingslagers zufrieden und erhöht den Konkurrenzdruck: „Es gibt keine Persilscheine“.

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Fortunas Trainer Norbert Meier weiß genau, wo es lang geht.

Fortunas Trainer Norbert Meier weiß genau, wo es lang geht.

Wolff

Fortunas Trainer Norbert Meier weiß genau, wo es lang geht.

Marbella. Fortunas Trainer Norbert Meier fühlte sich auch am Mittwoch noch „verarscht“. Eigentlich hatte er zum Abschluss des Trainingslagers einen echten Härtetest gegen Dynamo Kiew geplant. Doch am Vorabend hatten die Ukrainer abgesagt, und die Spieler von Drittligist UD Marbella (5:2), verstärkt durch vier Dynamo-Spieler, waren nicht der erhoffte Prüfstein. Dennoch ist Meier mit der Woche in Marbella zufrieden: „Wir haben die Dinge durchgezogen, die wir uns vorgenommen haben.“ Allerdings müsse der ein oder andere noch zulegen, während sich andere weiter nach vorne gespielt hätten, die lange nicht bei der Mannschaft waren.

Auch wenn Meier keine Namen nannte, ist unschwer zu erkennen, welcher Spieler gemeint war: Stürmer Ranisav Jovanovic ist einer der Gewinner des Trainingslagers. Meier: „Ein Paradebeispiel dafür, dass man Spieler nicht abschreiben darf. Und die Spieler den Glauben an sich selbst nicht verlieren.“ Näher an die Stammelf dürfte auch Rechtsverteidiger Christian Weber gerückt sein. „Es gibt keine Persilscheine für Stammspieler. Wir brauchen diesen Konkurrenzdruck. Wenn wir nur noch Platzhirsche haben, bringt das auch nichts.“

Bei den Spielergehältern möchte der Trainer keine Ausreißer nach oben

Die interne Entwicklung der Mannschaft sieht der Trainer sehr positiv. „Einer wie Maxi Beister hätte vor einem Jahr noch die Liegestühle für die anderen geholt, jetzt schubst er erfahrene Spieler in den Pool. Hier können sich Leute weiter entwickeln, auch von der Persönlichkeit her“, sagt Meier, der selbst kaum in die Hierarchien eingreifen muss. „Das regeln die alles selbst.“

Dass die laufenden und anstehenden Vertragsverhandlungen mit zwölf Spielern aus dem Zweitliga-Kader zu Störfeuern werden könnten, fürchtet Meier nicht. Das seien die „ganz normalen Vorgänge im Profifußball“. „Manchmal geht es schnell, manchmal dauert es und manchmal klappt es gar nicht mit der Verlängerung“, sagt Meier.

Eine Anspielung auf Innenverteidiger Assani Lukimya, dessen Gehaltsvorstellungen offenbar weit über dem liegt, was die Fortuna zahlen kann und will. „Vom Gehaltsgefüge sind wir so aufgestellt, dass wir keine Ausreißer drin haben“, sagt Meier, der sich in Sachen Karriereplanung den Spielern auch als Ratgeber zur Verfügung stellt. Er werde natürlich niemanden animieren, den Verein zu wechseln, aber: „Die 13 Jahre, die die Spieler etwa im Profifußball haben, werden sie auch gewinnbringend gestalten wollen. Da muss man Verständnis haben.“ Das große Ziel wird darüber nicht aus den Augen verloren, sagt Meier. Auch wenn sowohl Trainer, als auch Spieler das Wort „Aufstieg“ noch meiden, wie der Teufel das Weihwasser.

Am Freitag bestreitet Fortuna Düsseldorf ihr letztes Vorbereitungsspiel vor der Wiederaufnahme der Rückrunde der 2. Fußball-Bundesliga am Samstag kommender Woche in Ingolstadt. Gegner im Paul-Janes-Stadion ist ab 18.30 Uhr Ligakonkurrent SC Paderborn.

Ab 17 Uhr werden die Stadiontore geöffnet. Der Eintritt beträgt für den Stehplatzbereich 6 Euro, ermäßigt 3 Euro. Im Sitzplatzbereich zahlen Besucher 12 Euro, ermäßigt 6 Euro.

Am Donnerstag haben die Spieler trainingsfrei, Freitag wird vor dem Spiel von 10 bis 11 Uhr im Arena-Sportpark leicht trainiert.

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