Fortunas Trainer warnt davor, sich von der bewährten kompakten Spielweise zu verabschieden.

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Norbert Meier glaubt daran, dass die bewährte Taktik letztlich den Klassenerhalt sichern wird.

Norbert Meier glaubt daran, dass die bewährte Taktik letztlich den Klassenerhalt sichern wird.

Christoph Wolff

Norbert Meier glaubt daran, dass die bewährte Taktik letztlich den Klassenerhalt sichern wird.

Düsseldorf. Die Fans haben die Mannschaft der Fortuna auch nach dem 1:2 gegen Dortmund am Samstag nicht fallengelassen. Mit ihrer Treue-Demonstration nach dem Abpfiff in der Arena haben die Anhänger versucht, den Spielern demonstrativ den Rücken für die drei letzten Aufgaben der Saison zu stärken. Aber es gab auch Stimmen, die von zu zaghafter Spielweise und zu viel Respekt über 60 oder 70 Minuten sprachen. Davon wollen weder die Spieler noch der Trainer etwas hören.

„Es war ein leidenschaftlicher Kampf“, sagte auch Wolf Werner, der die Fortuna über 90 Minuten besser als den Gegner gesehen hatte. „Wir müssen genauso in die letzten drei Spiele gehen“, sagte der Sportvorstand.

„Die Mannschaft hat in jeder Phase an sich geglaubt“, sagte Fortunas Trainer Norbert Meier und wischte alle Zweifel vom Tisch. „Aber man kann nicht gegen einen Gegner wie Borussia Dortmund alles öffnen. Das wäre fatal, weil dann das Ergebnis schnell in andere Richtungen geht.“ Die Entstehung des 2:0, als sich die Dortmunder über Lewandowski und Blaszczykowski durch Fortunas Defensive tanzten, ist dafür ein Beleg.

Frymuth: Wir hatten in der einen oder anderen Szene zu viel Respekt

Das Torverhältnis kann am Ende eine Rolle spielen, da könnten weitere Gegentore bei einer entblößten Abwehr bittere Konsequenzen haben. Doch wer in neun Spielen nicht gewinnt, kann auch nicht belohnt werden, wenn er kaum Risiko eingeht. Dann hätte man auch einmal eine höhere Niederlage in Kauf nehmen können, wenn zumindest einmal mehr Risiko mit drei Punkten belohnt worden wäre.

Im Nachhinein lohnt sich die Diskussion nicht. Trotzdem wünscht sich nicht nur Fortunas Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth mehr Mut von der Mannschaft, die jetzt unbedingt punkten muss. „Wir haben vielleicht in der einen oder anderen Phase zu viel Respekt gehabt“, sagte Frymuth, der davon ausgeht, dass dies in Frankfurt am Samstag anders sein wird.

„Wir sind aber nicht in der Lage, einen Gegner wie Dortmund 85 Minuten in der eigenen Hälfte einzuschnüren“, sagte Meier auf die Frage, ob man das Visier gegen den BVB nicht früher hätte hochnehmen können, als nur in den letzten zehn Minuten. Gegen Leverkusen sei die offensivere Ausrichtung gegen einen spielstarken Gegner schief gegangen. „Sekt oder Selters zu spielen, funktioniert einfach nicht.“ Das trifft auch am Samstag auf das Spiel in Frankfurt zu.

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