Fortunas zweite Mannschaft versucht es gegen den Tabellenführer mit neuer Taktik – und verliert verdient 0:4.

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Jens Langeneke (l.) im Zweikampf mit Marcus Hoffmann.

Jens Langeneke (l.) im Zweikampf mit Marcus Hoffmann.

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Jens Langeneke (l.) im Zweikampf mit Marcus Hoffmann.

Düsseldorf. Hinterher ist man bekanntlich immer schlauer. So erging es am Freitagabend auch Taskin Aksoy. Der Trainer von Fortunas U23 hatte sich für das Heimspiel gegen den Regionalliga-Spitzenreiter Alemannia Aachen in taktischer Hinsicht etwas einfallen lassen. Nach der klaren wie verdienten 0:4 (0:1)-Heimniederlage musste sich Aksoy eingestehen, dass sein Matchplan nicht aufging.

„Wir wollten zunächst hinten die Null halten, um dann später mit frischen, schnellen Leuten in der Offensive Nadelstiche zu setzen“, verriet der Fußball-Lehrer. Dafür ließ Aksoy erstmals in dieser Saison mit fünf Akteuren in einer Reihe verteidigen. Doch in der ungewohnten 5-3-2-Formation bekam seine ängstlich agierende Elf nie Zugriff auf das Spiel der Gäste, die mit ihrer vierten Chance durch Rafael Garcia verdient in Führung gingen (36.).

Platzverweis nach der Pause entscheidet Partie endgültig

Mit zwei Wechseln und der Rückkehr zur gewohnten Viererkette versuchte Aksoy nach der Pause, den Schaden zu korrigieren. „Wir sind dann auch vielversprechend in die zweite Hälfte gestartet“, meinte der 47-Jährige.

Dann jedoch erwies Max Yusuf seinem Team einen Bärendienst. Die positive Überraschung der Hinrunde hatte sich schon im ersten Abschnitt eine überflüssige gelbe Karte abgeholt, war von Aksoy aber trotzdem auf dem Feld gelassen worden. „Zum Dank“ rauschte Yusuf völlig übermotiviert Aachens Keeper Frederic Löhe 20 Meter vor dessen Tor in die Parade und sah folgerichtig „Gelb-Rot“ (55.). Diese laut Aksoy „dumme Aktion“ bestrafte der Ex-Fortune Dennis Dowidat Sekunden nur wenige später mit dem vorentscheidenden 0:2 (56.).

In Unterzahl stand die Fortuna gegen das Spitzenteam aus Aachen endgültig auf verlorenem Posten. Die Alemannia bestrafte die Zweikampfschwäche der Fortunen gnadenlos und legte in der Schlussphase zwei weitere Treffer nach. „Wir haben heute leider nie unsere Qualitäten auf den Platz bringen können“, monierte Aksoy, der aber auch ein Lob für den Gegner parat hatte. „Bei Aachen stimmt die Mischung aus fußballerischer Qualität und Robustheit. Sie werden bis zum Ende ganz oben mitspielen, sagte Fortunas Coach.

Fortuna: Heller - Missbach (46. Yildirim), Bormuth (46. Rybacki), Langeneke, Goralski, Karpuz - Akca, Pluntke, La Monica - Rüzgar, Jusuf

Tore: 0:1 (36.) Garcia, 0:2 (56.) Dowidat, 0:3 (83.) Graudenz, 0:4 (86.) Zieba.

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