In der Vorbereitung auf den Gipfel im Abstiegskampf wird nicht viel geändert. Auf dem Platz soll das Ergebnis aber ganz anders aussehen, als in den vergangenen Heimspielen.

Auch mehrere Schornsteinfeger als Glücksbringer wurden für das  Spiel von Fortunas Vorstandsvorsitzendem Robert Schäfer „engagiert“. Ralf Drüge und sein Kollege Klaus Decker (r.) haben die Karten abgeholt.
Auch mehrere Schornsteinfeger als Glücksbringer wurden für das Spiel von Fortunas Vorstandsvorsitzendem Robert Schäfer „engagiert“. Ralf Drüge und sein Kollege Klaus Decker (r.) haben die Karten abgeholt.

Auch mehrere Schornsteinfeger als Glücksbringer wurden für das Spiel von Fortunas Vorstandsvorsitzendem Robert Schäfer „engagiert“. Ralf Drüge und sein Kollege Klaus Decker (r.) haben die Karten abgeholt.

F 95

Auch mehrere Schornsteinfeger als Glücksbringer wurden für das Spiel von Fortunas Vorstandsvorsitzendem Robert Schäfer „engagiert“. Ralf Drüge und sein Kollege Klaus Decker (r.) haben die Karten abgeholt.

Düsseldorf. Die Zeit für große Sprüche und Durchhalteparolen ist endgültig vorbei. Fortuna muss liefern. „In der Vorbereitung auf dieses Spiel haben wir nicht viel anders gemacht“, sagt Düsseldorf Kapitän Oliver Fink vor dem Abstiegsgipfel gegen die Würzburger Kickers (13 Uhr/Arena). „Zu viele Änderungen in der Vorbereitung würden auch nur vom Wesentlichen ablenken.“ Das Wesentliche werden am Samstag der Kampf, die Leidenschaft und die Überzeugung sein, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen.

Der Gegner geht einen anderen Weg. Im Trainingslager bereiten sich die Kickers auf das für sie ebenfalls so wichtige Spiel vor, in dem sie nicht nur gegen die Mannschaft von Fortuna Düsseldorf antreten müssen, sondern gegen eine (hoffentlich) stimmungsvolle Fanschar auf den Tribünen. Vielleicht trägt das warme Wetter, das es Samstag geben soll, dazu bei, die Zuschauerzahl über die Marke von 30 000 springen zu lassen. Am Donnerstag waren allerdings erst 21 000 Tickets verkauft. „Jetzt ist Crunch-Time“, sagt Oliver Fink. „Das sind doch die Momente, die den Fußball so spannend und interessant machen.“

Viele Fortuna-Fans hätten liebend gerne auf diese besondere Spannung verzichtet, wenn ihre Mannschaft in einigen Spielen mehr Spielkunst gezeigt oder auch weniger Pech gehabt hätte. „Das wäre schön, wenn uns das Spielglück mal wieder zulächelt“, sagt Friedhelm Funkel, der damit auch auf die acht Aluminiumtreffer anspielt. Erneut standen in der Trainingswoche auch die Verbesserungsmöglichkeiten bei eigenen Standardsituationen im Vordergrund.

Wird der Trainer erneut mit einer Personalie überraschen können?

Nachdem Friedhelm Funkel in der vergangenen Woche in Hannover mit der Nominierung von Debütant Gökhan Gül alle überrascht hatte, könnte er auch mit einer personellen Maßnahme versuchen, die Schwächen des Gegners auszunutzen. Deshalb lässt sich Fortunas Trainer auch vor Samstagmittag nicht in die taktischen Karten schauen. Immerhin steht ihm Rouwen Hennings wieder zur Verfügung. Ob der 29-Jährige allerdings von Anfang an spielt, bleibt ebenfalls bis kurz vor dem Anpfiff offen. „Er ist gesund, ob er aber fit genug ist, werden wir sehen“, sagte Funkel, der auch nicht ausschließen oder bestätigen wollte, dass Gökhan Gül erneut von Anfang an auflaufen wird.

Im Abstiegskampf kann allenfalls eine Vorentscheidung fallen

Wie die Fortuna gegen Würzburg gewinnen kann, liegt eigentlich auf der Hand, muss aber von der Mannschaft auch noch umgesetzt werden: Hohes Tempo, präzises Passspiel und gute Torabschlüsse auch mal jenseits der Strafraumkante gehören zum Erfolgsrezept gegen Mannschaften, die sich einen Punkt ermauern oder sogar durch vereinzelte Konter drei Punkte sichern wollen.

Befreit aufspielen kann die U 19 der Fortuna am letzten Spieltag der A-Junioren-Bundesliga in ihrem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Die Mannschaft von Trainer Sinisa Suker hat den Klassenerhalt seit dem 3:2-Sieg bei Preußen Münster am zurückliegenden Wochenende sicher, da der Vorsprung auf die Abstiegszone nun fünf Punkte beträgt. tke

Auch wenn es nur einen Punkte geben sollte, ist das noch nicht das Ende, da die Fortuna dann in Würzburg eine Mannschaft auf Abstand gehalten hätte. Die Spiele des gestrigen Abends von Dresden gegen München sowie Kaiserslautern gegen St. Pauli waren kein gemeinsames Pflichtprogramm für die Fortunen. „Sicherlich werden sich einzelne Spieler die Begegnungen anschauen“, sagte Fortunas Cheftrainer. „Da wir gegen keine dieser Vereine noch spielen, ist das aber für alle notwendig. Ohnehin sind Fortunas Profis selbst für ihr Schicksal verantwortlich, wenn sie den Platz betreten und das Spiel beginnt. Falls der Sieg gegen Würzburg gelingen sollte, können sich die Spieler dann ganz entspannt am Sonntag die weiteren für den Abstiegskampf wichtigen Spiele – Stuttgart gegen Aue sowie Bochum gegen Bielefeld – anschauen. Eine endgültige Entscheidung im Abstiegskampf wird ohnehin an diesem Spieltag noch nicht fallen, weil die betroffenen Mannschaften noch zu eng beieinander liegen. Für eine sehr gute Ausgangsposition im Schlussspurt könnte Fortuna jedoch sorgen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer