Fortunas Torhüter geht in seine vierte Saison in Düsseldorf. Der 32-Jährige will die gute Vorbereitung nicht überbewerten.

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Gemeinsam mit den anderen älteren Spielern möchte Fortunas Torhüter Michael Rensing (l.) die große Garde der jungen Spieler im Kader führen.

Gemeinsam mit den anderen älteren Spielern möchte Fortunas Torhüter Michael Rensing (l.) die große Garde der jungen Spieler im Kader führen.

Christof Wolff

Gemeinsam mit den anderen älteren Spielern möchte Fortunas Torhüter Michael Rensing (l.) die große Garde der jungen Spieler im Kader führen.

Düsseldorf. Neben Kerem Demirbay, der mit elf Treffern bester Spieler der Fortuna war, hatte Michael Rensing den wohl größten Anteil daran, dass sein Team auch in dieser Saison Teil der 2. Fußball-Bundesliga ist. Der 32 Jahre alte Torhüter, der in der überwiegend so enttäuschenden Spielzeit 2015/16 immerhin achtmal zu Null spielte, geht dieser Tage in seine vierte Saison bei den Rot-Weißen. „Die Mannschaft hat, wie in jedem Jahr, ein anderes Gesicht. Aber wir haben sehr viele junge Spieler dazu kommen. Die Älteren wie ich müssen die Jungen führen, damit wir eine homogene Einheit werden und Erfolg haben“, sagt der vierfache Deutsche Meister.

Rensing hat viel mitgemacht. Beim FC Bayern München, dem 1. FC Köln, Bayer Leverkusen und natürlich auch bei der Fortuna. An seinen Leistungen lag es nicht, dass sich der Club in den drei Jahren nach dem Bundesliga-Abstieg in der Tabelle kontinuierlich verschlechterte. Wenige Tage vor dem Saisonstart mit dem Spiel beim SV Sandhausen zieht Fortunas Nummer Eins eine positive Bilanz nach sechs Wochen Training: „Unter dem Strich hatten wir eine gute Vorbereitung. Aber aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ich mit meinen Teams schon oft gute Vorbereitungen hatte und dann war der Saisonstart schlecht. Natürlich ist es gut, wenn man bestimmte Mechanismen einstudiert und sich Selbstvertrauen holt. Aber erst jetzt am Wochenende zählt es.“

Vor Rensing könnte am Samstag eine bekannte Viererkette stehen

Wenn sich die Eindrücke der jüngsten Testspiele und Trainingseinheiten bestätigen, dürfte Rensing am Samstag eine ihm bekannte Viererkette mit Julian Schauerte, Kevin Akpoguma, Alexander Madlung und Lukas Schmitz vor ihm stehen haben. „Sollte es die Viererkette sein, die viele erwarten, denke ich, dass wir sehr stabil stehen werden“, sagt der gebürtige Lingener.

Eine Erfolgsgarantie sei aber auch eine eingespielte Abwehr nicht: „Garantien gibt es nie. Wir haben insgesamt eine gute Truppe. Alle haben gut mitgezogen. Wichtig für die Defensive sind aber immer auch die beiden Sechser. Wenn die ihre Arbeit nicht gut machen, dann bekommen wir hinten auch Probleme.“

Über mangelnde Arbeit konnte sich Rensing in der vergangenen Saison nicht beschweren. Grundsätzlich ist es ihm recht, wenn er im Spiel ein bisschen was zu tun bekommt. „Natürlich ist mir ein 1:0 lieber als ein 5:4. Am Ende geht es darum, als Mannschaft zu gewinnen“, antwortet Rensing auf die Frage, ob er gerne viel auf den Kasten bekommt. „Hast du mehr zu tun, ist das für einen Torhüter leichter. Sonst bist du nicht richtig im Spiel und musst dann plötzlich da sein.“

Friedhelm Funkel bekräftigte nach dem 9:0-Testspielsieg beim VfL Benrath, dass jeder der einsatzfähigen 20 Feldspieler eine Berücksichtigung für Sandhausen verdient hätte. Dennoch muss der Trainer vier Feldspieler für den 18er-Kader streichen.

Arianit Ferati absolvierte gestern auf dem Trainingsplatz einige Laufrunden. Der Mittelfeldspieler (Muskelfaserriss) ist aber noch kein Kandidat für Samstag.

Den Gegner am Samstag schätzt der ehemalige U 21-Nationaltorhüter als unbequem ein: „Es ist immer schwierig dort zu spielen. Es ist das erste Pflichtspiel, du musst erst einmal reinkommen. Wichtig wird es sein, hinten gut zu stehen und keine großen Fehler zu machen.“ Mehr Arbeit stört Rensing ja aber nicht.

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