Der Trainer fordert beim Drittletzten volle Konzentration, um die Auswärtsbilanz des Aufsteigers aufzupolieren.

Gegen Berlin verschoss Jens Langeneke einen Elfmeter.
Gegen Berlin verschoss Jens Langeneke einen Elfmeter.

Gegen Berlin verschoss Jens Langeneke einen Elfmeter.

Christof Wolff

Gegen Berlin verschoss Jens Langeneke einen Elfmeter.

Düsseldorf. Für die Fortuna darf es keinen Unterschied geben, ob der Gegner 1. FC Kaiserslautern, St. Pauli oder TuS Koblenz heißt. "Die Konzentration muss innerhalb der Mannschaft immer die gleiche sein", erklärt Norbert Meier. Der Trainer von Fortuna Düsseldorf ist sicher, dass auch seine Spieler wissen, was ein Moment des Unterschätzens oder der Unaufmerksamkeit am Freitag (18 Uhr) in Koblenz bewirken kann.

"Natürlich gibt es Tage, an denen es weniger gut läuft. Aber wir wollen auswärts genau so viel Engagement an den Tag legen wie in den Heimspielen", sagt Meier. Er versucht auch noch andere Gründe dafür zu finden, warum es in den Auswärtsspielen bislang für die Fortuna noch nicht optimal gelaufen ist.

"Es stimmt, da ist schon ein Unterschied zu den Heimspielen", sagt Fortunas Trainer. "Aber wir bekommen auch nicht so viele Chancen wie zu Hause." Dass seine Mannschaft aber ängstlich oder betont defensiv auftritt, sieht Meier nicht. "Wenn unsere Spieler noch ein wenig mehr Abgebrühtheit vor dem gegnerischen Tor hätten, sähe unsere Auswärtsbilanz sicherlich anders aus."

Große personelle Umstellungen will Meier auch für das Spiel in Koblenz nicht vornehmen - trotz der zu erwartenden schwierigen Platzverhältnisse. "Wir nehmen ja nicht extra Spieler unter Vertrag, die Spezialisten für Schneeplätze sind."

Wichtiger wird dafür sein, ob Martin Harnik (Kapselschwellung am Fuß) und Ranisav Jovanovic (Probleme mit dem Gesäßmuskel) fit genug sind, um am Freitag aufzulaufen. Die beiden Stürmer haben aber am Donnerstag wieder das komplette Trainingsprogramm mit der Mannschaft absolvieren können. Der Trainer überlegt dennoch, lieber 19 statt nur 18 Spieler mit an die Mosel zu nehmen, um kurzfristig reagieren zu können.

Das Wichtigste ist für Meier, dass hinten die Null steht

Tor: Ratajczak Abwehr: Weber, Langeneke, Anderson, van den Bergh Mittelfeld: Costa, Lambertz, Christ, Heidinger Sturm: Harnik, Jovanovic

"Wir können damit umgehen, dass Jens (Langeneke) den Elfmeter gegen Union Berlin verschossen hat", sagt Norbert Meier. Dass es deshalb einen neuen Elfmeterschützen geben würde, verneint der Fortuna-Trainer allerdings. "Auch die selbst erfundene neue Hierarchie gibt es nicht", sagt Meier und bremst damit Marco Christ aus, der angekündigt hatte, sich den Ball beim nächsten Elfmeter zu schnappen. "Wenn sich Jens stark genug fühlt, wird er wieder schießen. Sonst freue ich mich, wenn ein anderer den Mut hat."

Die kämpferischen Momente werden das Spiel prägen. Der Tabellendrittletzte aus Koblenz hat sich zwar in der Winterpause mit dem Ex-Zweitligatorjäger Edmond Kapllani (Augsburg), Andreas Glockner (Freiburg, beide ausgeliehen) sowie Daniel Gunkel (Mainz 05) verstärkt, kann aber spielerisch einer gut aufgelegten Fortuna kaum Paroli bieten.

Umso wichtiger ist beim Aufsteiger die richtige Einstellung. "Wir werden die eine oder andere brenzlige Situation überstehen müssen, wollen aber dann eiskalt zuschlagen", sagt Meier. "Das Wichtigste ist zunächst, dass hinten die Null steht." Und wenn es dann ein Tag ist, an dem nicht so viel läuft, wäre man mit einem Zähler zufrieden. Um oben dran zu bleiben, sollten es aber drei sein - da ist es egal, wie der Gegner heißt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer