Fortunas Trainer wünscht sich mehr Ruhe und schnelles Umschalten von seinem Team.

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Norbert Meier (l.) ist froh, dass Andreas Lambertz am Sonntag wieder sein Trikot anziehen darf.

Norbert Meier (l.) ist froh, dass Andreas Lambertz am Sonntag wieder sein Trikot anziehen darf.

Christof Wolff

Norbert Meier (l.) ist froh, dass Andreas Lambertz am Sonntag wieder sein Trikot anziehen darf.

Düsseldorf. Mit dem Kopf noch in der heimischen Arena und mit den Beinen auf dem Rasen der Allianz-Arena – so wird das nicht funktionen. Das Spiel und die Ereignisse gegen die Frankfurter Eintracht müssen für Fortunas Spieler abgehakt sein. „Wenn wir das nicht können, haben wir keine Chance“, erklärt Norbert Meier, der aber seinen Spielern die Fehler aus dem Spiel von Montag vorgehalten hat. Fortunas Trainer war unzufrieden mit dem Umschaltverhalten. „Wir haben viel zu lange gebraucht, um den Vorwärtsgang einzulegen“, sagt Meier, der mit Problemen gerechnet hat. „Es war nicht davon auszugehen, dass wir ohne Schwächeperiode durchmarschieren.“

Meier ist aber sehr froh, dass sein Kapitän wieder mit an Bord ist. „Es hat sich bestätigt, dass man den Wert von Lumpi vor allem dann erkennt, wenn er nicht dabei ist“, erklärt Fortunas Trainer. Andreas Lambertz sei fleißig, willens- und kampfstark. „Er war in der Hinrunde auch sehr passsicher. Jetzt muss er wieder ruhiger agieren, denn wir können keine Hektik gebrauchen.“

Norbert Meier sieht einen Aufwärtstrend bei seinen Spielern

Gerade gegen einen so spielstarken Gegner wie 1860 steht am Sonntag in München (13.30 Uhr) einiges auf dem Spiel. Während Fortuna wieder in Fahrt kommen und den ersten Sieg der Rückrunde landen will, können die Löwen mit einem „Dreier“ Anschluss an das Führungsquintett finden. Da München auch noch ein Nachholspiel hat und dann mit weiteren drei Punkten auf 41 Zähler kommen könnte, wäre dem Team von Norbert Meier (43 Punkte) viel daran gelegen, die Serie der Löwen zu stoppen.

Optimismus sei laut Fortunas sportlicher Leitung angebracht. Am Beispiel von Maximilian Beister erläuterte Norbert Meier den Aufwärtstrend seiner Offensivspieler. „Maxi ist eindeutig auf einem aufsteigenden Ast“, sagt Meier. „Er hat zwar immer noch ein paar falsche Entscheidungen getroffen, aber sich auch einige gute Gelegenheiten herausgespielt.“ Vielleicht kann Beister die Chancen in München diesmal nutzen – wenn er den Kopf frei hat.

Aucham Sonntag können Sie ab 14.20 Uhr erste Infos online lesen, nach Abpiff gibt es dann auch eine Bildergalerie.

Fortunas Formbarometer

Tor Ratajczak Abwehr Levels, Lukimya, Langeneke, van den Bergh Mittelfeld Bodzek, Lambertz, Fink, Bröker, Ilsø Angriff Beister

Michael Ratajczak hat nach dem Patzer in Ingolstadt gegen Frankfurt ein starkes Spiel gezeigt. Wenn er die Konzentration hochhält, kann er gegen 1860 ganz wichtig sein. (+)

Tobais Levels zeigte zuletzt defensiv ungewohnte Schwächen. Trotz seiner Routine muss er zulegen. (–)

Assani Lukimya ist nicht in Topform und ließ Eintracht-Stürmer Hoffer zwei Mal laufen. Er wird aus den Problemen aber die Lehren ziehen. (±)

Jens Langeneke zeigt derzeit kaum Schwächen, weder in der Abwehr noch vom Elfmeterpunkt. Er ist die Konstante in der Mannschaft. (++)

Johannes van den Bergh ist fit nach der Magen-Darm-Erkrankung. Er wird von Beginn an dabei sein, weil er zuvor stark gespielt hat und die Flanken besser werden. (+)

Adam Bodzek ist der zweikampfstärkste Fortune, musste sich aber zuletzt – defensiv gefordert – völlig aus der Offensive heraushalten. (+)

Andreas Lambertz ist immer ein Unruheherd für den Gegner, muss aber ruhiger und zielstrebiger werden. Zuletzt nicht effektiv. (±)

Oliver Fink kommt derzeit an seine Bestform nicht heran. Er gewinnt immer noch sehr viele Zweikämpfe, verliert aber auch viele Bälle. (±)

Thomas Bröker spielt stark verbessert. Wenn er mit seiner augenblicklichen Zweikampfstärke noch mehr Zug zum Tor entwickelt, trifft er auch bald wieder. (+)

Ken Ilsø ist weiterhin auf der Suche. Der Däne wirkt zaghaft und nicht so unbeschwert wie im vergangenen Jahr. Er hofft auf eine Chance in München. (–)

Maximilian Beister braucht ebenso ein Erfolgserlebnis wie die ganze Mannschaft. Gegen Frankfurt hat er sich durchgebissen. (±)

Dum, Matuschyk, Juanan, Jovanovic, Furuholm sind zweite Wahl..

© WhatsBroadcast

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