Der Trainer unterschreibt in Spanien einen neuen Zweijahresvertrag zu deutlich verbesserten Bedingungen.

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Die Landeshauptstadt ist für Fortuna-Trainer Norbert Meier ein gutes Pflaster.

Die Landeshauptstadt ist für Fortuna-Trainer Norbert Meier ein gutes Pflaster.

Wolff

Die Landeshauptstadt ist für Fortuna-Trainer Norbert Meier ein gutes Pflaster.

Chiclana. Das Chaos bei diesem Club ist längst Vergangenheit, bei Fortuna läuft derzeit alles wie auf Schienen. Und es wird beim Fußball-Zweitligisten weiter mit Kontinuität nach vorne gearbeitet. Am Montag verlängerte der Traditionsverein mit Norbert Meier um zwei weitere Jahre.

"Unser Trainer hat wesentliche Dinge erreicht, und jetzt haben wir uns gemeinsam neue Ziele gesetzt", sagte Fortunas Vorstandssprecher Peter Frymuth bei der offiziellen Verkündung der Vertragsverlängerung um zwei Jahre im Mannschaftshotel Barossa Palace an der spanischen Atlantikküste.

"Die Vertragsverlängerung war, nüchtern betrachtet, eine realistische Konsequenz."

Peter Frymuth, Vorstandssprecher der Fortuna, in Chiclana

"Mit Wolf Werner sind wir noch nicht ganz so weit, weil sich der Geschäftsführer derzeit selbstlos um die Verlängerung der wichtigsten Spielerverträge kümmert", erklärte Frymuth zu den Gesprächen mit Werner (67), dessen Vertrag am Saisonende ausläuft.

Meier hatte sich in den "entspannten Verhandlungen" vor allem darum bemüht, das derzeitige "Funktionsteam" zusammenzuhalten. "Wir brauchen keine zwei neuen Fitness- oder drei neue Co-Trainer, sondern auch hier nur die Kontinuität, mit den bewährten Kräften an den neuen Zielen zu arbeiten", sagte Fortunas Trainer.

"Die Vertragsverlängerung war, nüchtern betrachtet, eine realistische Konsequenz. Denn mir macht es Riesenspaß bei Fortuna." Der 51-Jährige hat so viel Vertrauen in die Zukunft des Vereins, dass er auf eine Ausstiegsklausel verzichte. "Wenn ich damit schon anfangen würde, dann hat man schon irgendetwas im Hinterkopf. Das stand nicht zur Debatte." Auf die angehobenen Bezüge wollte Meier nicht eingehen. "Ich bin nicht unzufrieden", sagte er. "Wenn andere anderswo besser verdienen, kenne ich allerdings auch keinen Neidfaktor."

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mobilisiert alle Kräfte, um den Korruptionssumpf trocken zu legen. Auch die Zweitliga-Begegnung zwischen Greuther Fürth und Fortuna Düsseldorf (2:1) steht im Fokus. Gegen Schiedsrichter Cetin Sevinc hatte der DFB eine Schutzsperre verhängt. Sevinc war in Fürth Linienrichter und winkte das 2:1 der Fürther durch, obwohl es aus klarer Abseitssituation fiel.

Sevinc nennt alle Vorwürfe absurd. "Dann müssen Sie alle Schiedsrichter unter Verdacht stellen, es kommt immer einmal zu krassen Fehlentscheidungen." Sollten DFB und Staatsanwaltschaft aber den Verdacht bestätigen können, wird das Spiel neu angesetzt.

Nach den neuen Zielen befragt, gab sich Meier wie gewohnt zurückhaltend. Ziele wie Durchmarsch oder Aufstieg kommen bei ihm nicht über die Lippen. "Wir sperren uns zwar nicht, wenn es nach oben geht", sagte der Fortuna-Trainer. "Meine eigentliche Aufgabe ist es aber, die eigentlichen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren."

"Wir wollen das fortführen, was wir bei Fortuna Düsseldorf begonnen haben."

Norbert Meier, Fortuna-Trainer

Meier bezeichnet sich als "realistisch optimistisch", hält die 30 bislang erreichten Punkte für ein wichtiges Faustpfand. "Andere Vereine sind ganz anders aufgestellt, haben andere Möglichkeiten." Damit deutete er vorsichtig mögliche Rückschläge an. Doch gleichzeitig sei er auch sicher, dass sich die Mannschaft sehr gut entwickelt habe.

"Wir wollen das fortführen, was wir begonnen haben", sagt Meier. Und wenn diese Kontinuität in die Bundesliga führen sollte, stehe einer weiteren Vertragsverlängerung in zwei Jahren nichts im Wege.

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