Fortunas Trainer ist sehr zufrieden mit dem Trainingslager in Bitburg – mit einer Einschränkung: Andreas Lambertz ist verletzt.

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Norbert Meier: „Wir gehen gut vorbereitet in die nächsten Wochen.“

Norbert Meier: „Wir gehen gut vorbereitet in die nächsten Wochen.“

Christof Wolff

Norbert Meier: „Wir gehen gut vorbereitet in die nächsten Wochen.“

Düsseldorf. Trainer Norbert Meier könnte ein durchweg positives Fazit des Trainingslagers ziehen - wenn da nicht die Verletzung von Andreas Lambertz wäre. Der Mittelfeldspieler der Fortuna zog sich im Testspiel bei der SG Großkampen einen Innenbandteilanriss im linken Knöchel zu und musste den Aufenthalt in Bitburg vorzeitig abbrechen. Bis zu vier Wochen könnte "Lumpi" ausfallen.

Ausgerechnet der Kapitän, der seine Mannschaft im Pokal-Hit gegen Bundesligist Hamburger SV (3.August) und zum Saisonstart der 2.Liga gegen den SC Paderborn auf das Fußballfeld der Arena führen wollte. Meier versucht es positiv zu sehen, klopft glücksbringend auf Holz: "Das ist wirklich bitter, aber ansonsten sind wir von größeren Verletzungen in diesen Tagen verschont geblieben."

So habe sich der Aufenthalt in der "Bierstadt der Eifel" absolut gelohnt, zumal Meier und Co. wussten, was sie dort erwarten konnten. "Ich war schon mit etlichen Mannschaften hier, die Trainingslager hier sind immer eine gute Geschichte."

Das dürften auch die Spieler so sehen, die zwischen den vergangenen Sonntagen fast zweimal täglich von der Unterkunft zu den weitläufigen und top-gepflegten Rasenplätzen und nach den Einheiten wieder zurück spazierten. Vorbei an Vergnügungseinrichtungen wie Bowling-Center und Table-Dance-Bar.

Den Verlockungen widerstanden die Profis durchaus, an der Bar der Sportschule wurde abends kaum einer angetroffen, die Nächte wurden zur Erholung genutzt. Das war auch dringend nötig. Denn Meier packte zwischendurch den "Schleifer" aus und setzte in den acht Tagen zwei Zwölf-Stationen-Zirkeltrainingseinheiten an.

Am Freitag spielt die Fortuna auf der Anlage von Viktoria Goch (19 Uhr, Hubert-Houben-Straße) gegen den rumänischen Tabellenfünften FC Vaslui.

Am Samstag steht ab 14 Uhr die Saisoneröffnung am Flinger Broich an: Spieler und Trainer zum Anfassen sowie Mitmach-Aktionen für Fans stehen auf dem Programm.

Am Sonntag heißt der Gegner SSVg Heiligenhaus (17 Uhr, Talburgstraße). Am 25.Juli spielen die Düsseldorfer gegen Vitesse Arnheim (17Uhr, Paul-Janes-Stadion).

Am Donnerstagnachmittag gab es den einzig freien Nachmittag. "Die Jungs haben alle gut mitgezogen, das hatten sie sich verdient", so der Ex-Nationalspieler. Was er für einen Eindruck von den Zugängen hat? "Bei Christian Weber merkt man die Erfahrung, Johannes van den Bergh ist sehr talentiert und muss weiter gefördert werden, Oliver Fink ist ein schlauer Spieler, taktisch diszipliniert, fußballerisch stark." Und die Testspieler? "Wir wollen ihnen noch die Gelegenheit geben, sich gegen höherklassige Mannschaften zu beweisen."

Mit Ausnahme von Semi Aydilek: Die Zeichen stehen auf Abschied. Dem U20-Nationalspieler bescheinigt Meier "großes Potenzial", aber zum einen suche man "einen erfahrenen Stürmer" und zum anderen müsste bei einer Verpflichtung eine Ausbildungsentschädigung entrichtet werden.

Lambertz bleibt Kapitän, auch der Mannschaftsrat ändert sich nicht

Ein Sonderfall ist Stephan Straub, der eigentlich nur einspringen sollte, wenn Stammtorwart Michael Melka länger ausfällt: "Den könnten wir aber in jedem Fall gut gebrauchen, ein sauberer Typ, der passt gut bei uns rein." Ob ein dritter Torhüter Sinn macht, darf aber durchaus bezweifelt werden. Das Trio Abdelaziz Ahanfouf, George Audi und Yuki Kuzo wird dagegen sicher noch ein paar Tage dabei bleiben.

"Wir gehen gut vorbereitet in die nächsten Wochen", lautet Meiers abschließendes Fazit. Klar ist jedenfalls: Trotz der Verletzung bleibt Andreas Lambertz Mannschaftskapitän, und auch der Mannschaftsrat bleibt in der bisherigen Konstellation bestehen. Auch das gehört zu der positiven Bilanz eines gelungenen Trainingslagers.

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