Fortunas Lukas Schmitz glaubt, dass auch Topteams wie Hannover und Stuttgart gegen kleinere Teams Probleme bekommen.

FUSSBALL
Lukas Schmitz gehört mit 27 Jahren bereits zu den ältesten und erfahrensten Spielern im Kader der Fortuna.

Lukas Schmitz gehört mit 27 Jahren bereits zu den ältesten und erfahrensten Spielern im Kader der Fortuna.

Christof Wolff

Lukas Schmitz gehört mit 27 Jahren bereits zu den ältesten und erfahrensten Spielern im Kader der Fortuna.

Düsseldorf. Rund 100 Kilometer liegen zwischen Sandhausen und Stuttgart. Für die Fortuna sind es aktuell sechs Tage. Das 2:2 zum Saisonauftakt in der 2. Fußball-Bundesliga beim SVS ist analysiert und nur noch im Rückspiegel zu sehen. Jetzt bereitet sich das Team auf den Bundesliga-Absteiger vor. „Ich glaube, dass man in Sandhausen wieder den Riesenunterschied zwischen Testspielen und dem ersten Pflichtspiel gemerkt hat. Da wundert man sich vielleicht manchmal. Es geht ganz anders zur Sache. Jeder Spieler hat Druck und möchte keinen Fehler machen“, sagt Lukas Schmitz.

Der Linksverteidiger der Fortuna hatte mit seiner Flanke in der 89. Minute seinen Anteil am späten Ausgleich seiner Mannschaft. Mit 27 Jahren gehört der ehemalige Schalker und Bremer inzwischen zu den ältesten Profis im Kader der Rot-Weißen und weiß, wie eine Begegnung mit zwei so unterschiedlichen Hälften analysiert und verarbeitet werden muss: „Du musst die Fehler abstellen und das Gute weiter trainieren“, sagt Schmitz und gibt die Richtung für das Stuttgart-Spiel vor: „Da gilt es, an die positiven Dinge anzuknüpfen. In Sandhausen war es so, dass jeder wollte, aber wir wussten vor dem ersten Spiel auch nicht genau, wo wir stehen. Wir müssen immer von der ersten Minute an hochkonzentriert sein. In dieser Liga gilt es erst einmal, keine Fehler zu machen.“

Gleich im zweiten Spiel gegen einen der beiden Topfavoriten auf den Aufstieg zu spielen, sieht Schmitz gelassen. „Ob das ein Vorteil oder Nachteil ist, weil sie vielleicht noch nicht eingespielt sind, werden wir am Freitag sehen. Beantworten können wir das erst nach dem Spiel.“

Stuttgart ist trotz des Sieges gegen St. Pauli noch nicht im Rhythmus

So richtig im Rhythmus scheint Fortunas erster Heimspiel-Gegner noch nicht zu sein. Dennoch setzten sich die Schwaben am Montagabend trotz zwischenzeitlichen Rückstands mit 2:1 gegen St. Pauli durch. „Stuttgart und Hannover haben den größten Etat“, weiß Schmitz. „Aber die werden sich auch noch wundern, wie es ist, in Sandhausen oder bei anderen kleineren Vereinen zu spielen. Wir haben jetzt ein wunderbares Spiel zu Hause vor uns, in dem wir der Underdog sind. Das ist eigentlich immer sehr angenehm.“

Als echter Favorit wird die Fortuna ohnehin eher selten gelten in dieser Saison. Der nächste Schritt in der Entwicklung dieser Mannschaft sollte tatsächlich der sein, von Beginn an deutlich konzentrierter aufzutreten. Sonst geht der Schuss am Freitagabend wieder nach hinten los – ganz gleich, ob die Stuttgarter schon auf ihrem höchsten Level sein werden oder nicht.

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