Nach dem 3:0-Sieg in Kassel hofft Fortuna auf ein attraktives Los für Runde zwei.

DFB-Pokal
Maximilian Beister (r.) setzt sich im Zweikampf gegen Kassels Tim Knipping durch.

Maximilian Beister (r.) setzt sich im Zweikampf gegen Kassels Tim Knipping durch.

Christof Wolff

Maximilian Beister (r.) setzt sich im Zweikampf gegen Kassels Tim Knipping durch.

Der Trainer hatte seinen Chef zufrieden gestellt: „Sein Wunsch war uns Befehl“, sagte Norbert Meier schmunzelnd. Das letztlich souveräne 3:0 (1:0) bei Hessen Kassel bescherte der Fortuna erstmals seit zwölf Jahren wieder den Sprung in die zweite DFB-Pokalrunde. Fortuna-Vorstand Peter Frymuth wollte dies erstmals in seiner sechsjährigen Amtszeit feiern. Einen entsprechenden Wunschzettel als besondere Motivation an die Kabinentür zu kleben, wollte er allerdings nicht: „Da war vorher alles gesagt.“

Meiers Zweitliga-Fußballer hatten sich nicht nur den Wunsch des Vereinsbosses zu Herzen genommen, sondern begegneten auch jeder potenziellen Gefahr des Außenseiters mit dem passenden Gegenmittel. Vor allem aus dem 1:1 aus der Vorwoche beim SC Paderborn hatten die Fortunen ihre Lehren gezogen.

Lukimya und Lambertz stehen in der Startelf

So fand sich für den in Paderborn blass gebliebenen Ken Ilsø Thomas Bröker in der ersten Elf wieder. „Ich hatte das Gefühl, dass es ganz gut passen könnte“, sagte Meier, und Bröker zahlte es mit dem wichtigen 1:0 zurück. „Ja, das war schon wichtig. Aber wir hätten das zweite Tor früher machen müssen“, sagte der Torschütze.

Es ging nichts schief, weil die Fortunen sich ihrer Pflichtaufgabe recht souverän und konzentriert annahmen – auch dank des zuvor als fraglich erklärten Mitwirkens von Assani Lukimya und Andreas Lambertz (fehlte in Paderborn wegen Halsschmerzen und Fieber), die am Samstag beim Abschlusstraining voll mitwirken konnten.

Die technisch und läuferisch überlegenen Fortunen dominierten in den schwarzen Auswärtstrikots das Geschehen auf dem Rasen. Allerdings dauerte es bis zur 80. Minute, ehe Sascha Rösler aus abseitsverdächtiger Position für die Vorentscheidung sorgte und im Fallen den Ball zum 2:0 ins Tor schoss. Oliver Finks 3:0 machte es schließlich standesgemäß (86.).

Trotz der späten Tore schien es ausgeschlossen, dass Frymuths Wunsch nicht in Erfüllung gehen könnte. Zu schwach waren die Gäste, Kassel hatte keine nennenswerte Torchance. Und die mehr als 4000 mitgekommenen Fans sangen schon von Berlin – doch bis zum Finale braucht es noch vier Siege. „Ziel gesetzt, Ziel erreicht“, sagte Fortuna-Vorstand Peter Frymuth. „Wenn wir in der zweiten Runde sind, wollen wir jetzt natürlich auch die dritte erreichen.“ Der nächste Wunschzettel ist schon geschrieben.

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